Doha-Runde hat nach wie vor Vorrang für Union
Freihandelsgespräche zwischen EU und Südkorea

Die Europäische Union (EU) und Südkorea haben am Montag begleitet von Protesten ihre Gespräche über ein umfassendes Freihandelsabkommen aufgenommen.

HB SEOUL. Zunächst werde es darum gehen, einen Zeitplan für die Verhandlungen und eine Prioritätenliste der Themen festzulegen, teilte die FHA-Abteilung im südkoreanischen Außen- und Handelsministerium mit. Die erste Gesprächsrunde der beiden Delegationen über eine Liberalisierung des Handels und der Investitionen soll bis Freitag dauern.

Beide Seiten hatten bei der offiziellen Ankündigung des Verhandlungsbeginns am Sonntag bekräftigt, dass ein Abkommen mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) übereinstimmen und zur Stärkung des multilateralen Handelssystems beitragen solle. EU-Handelskommissar Peter Mandelson bekräftigte dabei in Seoul, dass die derzeit stockenden Gespräche über eine Liberalisierung des Welthandels in der so genannten Doha-Runde nach wie vor Vorrang für die Union hätten.

Nach koreanischen Angaben wird es dieses Jahr voraussichtlich fünf bis sechs Verhandlungsrunden mit der EU geben. Der EU-Rat hatte im April der Kommission Mandate für die Verhandlung von Freihandelsabkommen mit den Ländern des Verbands südostasiatischer Nationen (ASEAN), Indien und Südkorea erteilt.

Vor dem Tagungshotel in Seoul versammelten sich am Montag etwa 20 Demonstranten und forderten den Abbruch der Gespräche. Der stellvertretende Gewerkschaftschef Heo Young Koo kritisierte, dass ein Freihandelsabkommen mit der EU zu einer Zunahme von Teilzeitbeschäftigungen führen werde. Südkorea hat im April bereits ein Freihandelsabkommen mit den USA geschlossen und führt ähnliche Verhandlungen mit Kanada. EU-Handelskommissar Peter Mandelson sagte, dass bilaterale Abkommen nicht im Widerspruch zu den Bemühungen stünden, im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO zu einem globalen Abkommen zu gelangen.

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