Drei Gruppierungen waren beteiligt
Struck: Attentäter gehörte zu El Kaida

Der Selbstmordattentäter, der bei einem Anschlag in Kabul vier deutsche Soldaten in den Tod gerissen und 29 verletzt hat, ist nach Angaben von Verteidigungsminister Struck (SPD) der Terrorgruppe El Kaida zuzurechnen. Die CDU sprach sich deshalb gegen eine Ausweitung des Einsatzes in Afghanistan aus.

HB/dpa BERLIN. Er sei finanziell und logistisch auch vom Fundamentalisten Gulbuddin Hekmatjar und ehemaligen Taliban unterstützt worden, sagte Struck am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. „Es sind diese drei Gruppierungen, die versuchen die internationale Schutztruppe aus Afghanistan zu vertreiben.“ Die „Bild“-Zeitung (Mittwoch) berichtete unter Berufung auf westliche Geheimdienstkreise, der Attentäter sei ein Araber.

Der CDU-Außenexperte und ehemalige Verteidigungsstaatssekretär Willy Wimmer wandte sich in der Tageszeitung „Die Welt“ (Mittwoch) vor diesem Hintergrund gegen eine Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan. Ein Erkundungsteam wird dort in den nächsten Wochen prüfen, ob der Einsatz über Kabul hinaus ausgeweitet werden kann.

Struck dementierte im „Morgenmagazin“ einen Pressebericht über einen Streit zwischen ihm und Außenminister Joschka Fischer (Grüne) in dieser Sache. Die „Bild“-Zeitung hatte geschrieben, Struck favorisiere einen Einsatz in Kabuls nördlicher Nachbarstadt Charikar, Fischer einen in der entfernten Südprovinz Herat. Da sei „nichts dran“, sagte Struck. Beide Orte würden geprüft nach Kriterien wie dem Vorhandensein von Unterkünften, der Sicherheitslage und dem Vertrauen in den örtlichen Gouverneur. „Ich habe keine Prioritäten.“

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