Dutzende Tote bei Gefechten
Anschlag auf tschetschenischen Präsidenten

Zwei Monate nach der Ermordung des tschetschenischen Präsidenten Achmat Kadyrow ist auch auf dessen amtierenden Nachfolger ein Attentat verübt worden. Ein Leibwächter starb bei dem Bombenanschlag. Abramow überlebte eine Bombenexplosion in der Hauptstadt Grosny unverletzt.

HB MOSKAU. Bei der Fahrt Abramows durch die Hauptstadt Grosny sei eine Mine explodiert, meldete die Nachrichtenagentur Itar-Tass. Einer seiner Mitarbeiter sei dabei getötet und zwei verletzt worden. Abramow selbst sei unverletzt geblieben. Zuvor waren bei Gefechten mit separatistischen Rebellen nahe Awturi in der Gebirgsregion im Süden der Republik mindestens 18 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden.

Abramow hatte das Amt des Präsidenten übernommen, nachdem am 9. Mai sein Vorgänger Achmad Kadyrow bei einem Bombenanschlag getötet worden war. Zu der Tat hatte sich der tschetschenische Rebellenführer Schamil Bassajew bekannt. Für den 29. August sind Präsidentenwahlen angesetzt, bei denen Abramow aber voraussichtlich nicht kandidiert.

Bei den Kämpfen um Awturi hätten auch die Rebellen schwere Verluste erlitten, sagte der Kommandeur der Sicherheitskräfte und Sohn des früheren Präsidenten, Ramsan Kadyrow, der Nachrichtenagentur Interfax. Der Vize-Innenminister Tschetscheniens sprach von mindestens 24 getöteten Rebellen.

Die Rebellen kämpfen seit Jahren für eine Loslösung Tschetscheniens von der Russischen Föderation. Der Konflikt schwelt seit Anfang der 90er Jahre, als Tschetschenien sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion um Unabhängigkeit bemühte. 1999 marschierten russische Truppen erneut in die Republik ein. Sie kontrollieren die Hauptstadt Grosny, sehen sich aber dort und im Rest der Republik immer wieder Rebellenangriffen ausgesetzt.

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