Dutzende Tote
Neue Gewaltwelle überrollt den Irak

Bei einer neuen Gewaltwelle im Irak sind am Montag Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Vor dem irakischen Innenministerium riss ein Selbstmordattentäter 16 Menschen in den Tod. Bei Gefechten mit schiitischen Milizen starben 25 Soldaten.

HB BAGDAD. In Diwanija südlich von Bagdad lieferten sich irakische Soldaten heftige Gefechte mit schiitischen Milizen des radikalen Predigers Moktada al-Sadr. Dabei kamen Krankenhaus- und Armeeangaben zufolge 25 Soldaten ums Leben, fünf weitere wurden noch vermisst. Ein Krankenhausmitarbeiter berichtete zudem von neun toten Zivilisten. Den Angaben zufolge waren die Gefechte bereits am Sonntagabend ausgebrochen.

In Bagdad sprengte sich unterdessen ein Selbstmordattentäter in die Luft und riss 16 Menschen mit in den Tod. Wie aus Polizeikreisen verlautete, wurden bei dem Anschlag 35 Personen verwundet. Den Angaben zufolge brachte der Attentäter sein Auto in der Nähe des Innenministeriums zur Detonation.

Bereits am Sonntag waren fünf US-Soldaten bei Detonationen mehrerer Sprengsätze in und um Bagdad getötet worden. Insgesamt hatten am Sonntag im Irak rund 60 Menschen ihr Leben gelassen. Tausende Soldaten der USA und des Irak versuchen derzeit in Bagdad mit der gemeinsamen Operation „Together Forward“, Aufständische zu bekämpfen und die Gewalt zwischen den Anhängern verschiedener moslemischer Glaubensrichtungen einzudämmen.

In dem Golfstaat verüben Aufständische immer wieder Anschläge auf die Zivilbevölkerung sowie die einheimischen und ausländischen Sicherheitskräfte. Sie versuchen damit, die vom Westen gestützte Regierung zu schwächen.

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