Effekt wie bei Lehman-Pleite
Athen schürt Angst vor globalem Schock

Das Lehman-Gespenst hat einen neuen Namen: Griechenland. Der Finanzminister des Pleitestaats zieht selbst den Vergleich und zeichnet ein düsteres Szenario, sollten die EU-Partner jetzt nicht helfen.
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AthenDer griechische Finanzminister Evangelos Venizelos hat vor einem Dominoeffekt in der Schuldenkrise gewarnt. „Unsere Schwäche ist unsere Stärke. Jeder erinnert sich gut an die Fehler, die die Bush-Regierung bei Lehman Brothers gemacht hat“, sagte Venizelos am Montag im griechischen Fernsehen. „Keiner sollte den Dominoeffekt unterschätzen.“ Griechenland habe noch keine Lösung akzeptiert, die einen teilweisen Zahlungsausfall einschließe. Es seien zahllose Optionen geprüft worden.

Venizelos plädierte dafür, dass ein zweites Hilfspaket den Euro-Rettungsfonds EFSF sowie den EU-Rettungstopf EFSM stärker einbinden könnte. „Es kann ein Modell gefunden werden, das alle zufriedenstellt - die Mitgliedsstaaten, Deutschland eingeschlossen und die EZB.“

Derzeit suchen die Euro-Länder mit Hochdruck nach Wegen für ein zweites Hilfsprogramm für Griechenland, an dem auch der Privatsektor im Gegensatz zu dem ersten Programm beteiligt werden soll. Am Donnerstag wollen die Staats- und Regierungschefs dazu auf einem Sondergipfel Beschlüsse treffen.

Nicht nur in der Politik, sondern auch innerhalb der Europäischen Zentralbank (EZB) ist umstritten, ob eine Pleite Griechenlands in Kauf genommen werden sollte. Ein teilweiser Zahlungsausfall Griechenlands muss nach Ansicht von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny nicht zwingend schwere negative Folgen haben. „Es gibt einige Vorschläge, die einen sehr kurzlebigen teilweisen Zahlungsausfall beinhalten, die nicht wirklich erhebliche negative Konsequenzen hätten“, sagte Nowotny am Dienstag dem Fernsehsender CNBC. Es gebe viele Möglichkeiten, von einem klaren Zahlungsausfall bis zu einem teilweisen Zahlungsausfall. Dies müsse sehr ernsthaft diskutiert werden.

Die Regierungen der Euro-Staaten müssen nach dagegen Auffassung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet einen Zahlungsausfall Griechenlands verhindern. Die Regierungen müssten einen Weg finden, um dies zu unterbinden, sagte Trichet in einem Interview mit der estnischen Zeitung „Postimees“, der slowakischen „Hospordarsky Novine“ und der slowenischen „Delo“. Ein „Kreditereignis, ein begrenzter Zahlungsausfall oder ein Zahlungsausfall“ sollten vermieden werden. Die EZB ermutige die Regierungen, so schnell wie möglich angemessene Lösungen zu finden. Zugleich betonte Trichet, dass die Regierungen in erster Linie für ihre eigenen Finanzen verantwortlich seien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Gebe Ihnen recht, Hanschen. Ich tippe auch darauf, dass uns sowohl von den Griechen als auch und noch mehr von den Banken und allen voran Herrn Ackermann mit seiner "Kernschmelze" eine ganze Menge vorgemacht wird. Die bauen eine Drohkulisse auf, und dummerweise haben sich die Regierungen mehrer Euro-Länder, allen voran die unsrige, davon überaus beeindrucken lassen. Hier ist es dringend erforderlich, dass die marktliberalisierenden Spinnereien aus der Schröder-Fischer-Ära wieder rückgängig gemacht werden. Die Banker lassen es sonst solange darauf ankommen, bis wirklich nichts mehr geht. Sie testen einfach aus, wie weit sie uns Steuerzahler in die Haftung nehmen können.
    Vielleicht kommt demnächst alles ganz anders. Die große "Kernschmelze" wird zum reinigenden Gewitter und fegt ein paar der ganz schlimmen Übeltäter von der Bühne, die den ganzen Zirkus ja nur als eine riesige und überaus effektive Provisionsmaschine benutzen. Der Euro wird daran nicht zugrunde gehen. Vielleicht kann man dann auch wieder zu halbwegs vernüftigen Preisen ein paar Goldmünzen kaufen.

  • Können wir Griechenland nicht einfach zwangsversteigern?

  • Nein, eure Schwäche ist eure Schwäche.
    Lehman war ein anderes Kaliber und traf die Finanzwelt unverhofft.
    Ihr könnt keinen erpressen, höchstens die EZB, die eure Schrottanleihen im Depot hat.

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