Ein Tag nach Mord an Taliban-Ideologen Mufti Nizamuddin Shamzai
Bombenanschlag auf Moschee in Karachi

Bei dem Attentat kamen mindestens 13 Menschen ums Leben, mehr als 30 wurden verletzt. Möglicherweise handelt es sich um einen Racheakt militanter Schiiten.

HB KARACHI. Bei einem Bombenanschlag in einer schiitischen Moschee in der pakistanischen Hafenstadt Karachi sind am Montag mindestens 13 Menschen getötet und 32 andere verletzt worden. Das berichteten Polizei und Krankenhausvertreter.

Der Anschlag ereignete sich einem Tag nach dem Mord an dem Taliban-Ideologen und bekannten sunnitischen Religionsgelehrten Mufti Nizamuddin Shamzai, der am Sonntag vor seinem Haus in Karachi von Unbekannten erschossen wurde. Nach Einschätzung der Polizei könnte es sich um einen Racheakt militanter Schiiten für einen Anschlag auf eine schiitische Moschee gehandelt haben, bei dem Anfang Mai 23 Menschen getötet worden waren.

Shamzai galt als geistiger Ziehvater der Ende 2001 gestürzten Taliban in Afghanistan und hatte zum Heiligen Krieg gegen die USA aufgerufen. Nach dem Mordanschlag auf ihn kam es zu schweren Ausschreitungen mit zahlreichen Verletzten.

Bei Zusammenstößen von Sunniten und Angehörigen der schiitischen Minderheit in Pakistan waren allein im vergangenen Jahr mindestens 140 Menschen ums Leben, die meisten davon Schiiten. Rund 18 % der insgesamt 140 Mill. Pakistaner sind Schiiten.

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