Eine Reise durch den Kontinent
Rohstoffboom reißt Afrika aus der Hoffnungslosigkeit

Wer Afrika bereist, der sieht nicht mehr nur Korruption und Armut. Sondern auch Wachstumsraten, wie sie bisher Asien kannte. Mit Fleiß, Geld und Ideen wollen Unternehmer und Politiker ihre Länder voranbringen.
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LuandaEs gibt diese typischen Bilder von Afrika, die jeder sofort im Kopf hat: die idyllischen Bilder von atemberaubenden Landschaften und außergewöhnlichen Tieren. Und die bedrückenden von Slums, Krieg und Hunger. Und doch hat Afrika - natürlich - auch andere Gesichter, hat sich vieles dort geändert. Sechs Beispiele von Städten, die so ganz anders sind.

Luanda ist die vielleicht typischste Metropole im vielleicht typischsten Land eines untypischen Kontinents. Während sich in den 80er-Jahren die asiatischen Länder und in den 90er-Jahren die meisten lateinamerikanischen Länder aufmachten, mit dem Westen zu handeln, Anschluss zu suchen, blieb Afrika der blinde Fleck auf der Karte der Globalisierung. Wer aber heute Afrika neu entdeckt, der sieht nicht mehr nur Korruption, fehlende Infrastruktur und Armut, der sieht auch Wachstumsraten, wie sie bisher Asien kannte, Politiker, die mit der Vergangenheit brechen und Unternehmer, die ihren Kontinent mit Fleiß, Geld und Ideen voranbringen und nicht mehr von der Entwicklungshilfe abhängig sein wollen. Aber kann dieser Aufschwung von Dauer sein?

Kommentare zu " Eine Reise durch den Kontinent: Rohstoffboom reißt Afrika aus der Hoffnungslosigkeit"

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  • Ein guter Artikel, danke - er dürfte ruhig ausführlicher sein!
    Ich bin fast jeden Monat geschäftlich auf dem schönen schwarzen Kontinent und kann bestätigen, daß sich etwas tut. Die Menschen möchten nun endlich etwas vom Kuchen abhaben, drängen in eine hoffentlich bessere Zukunft und krempeln mit Ehrgeiz die Ärmel hoch. Interessant ist das Gespräch mit Menschen, die Biss zeigen, die endlich einen Anspruch auf ein kleines Stück des Kuchens erheben und sich über die Politik ärgern...
    Es ist erstaunlich, wie die Massen morgens um 7h in Nairobi zur Arbeit drängen, wieviele nagelneue Kleinwagen plötzlich umherfahren. Ebenso erstaunt es auf dem Highway von Nairobi nach Entebbe und Kampala in Uganda sowie nach Kigali in Ruanda eine endlose Karawane von nagelneuen vollklimatisierten 40-Tonnern zu beobachten, die Waren von Mombasa ins Herz Afrikas bringt. Ja, ich spreche hier wirklich von einem gut ausgebauten Highway, der durchaus einer deutschen Bundesstraße entspricht.
    Nein, ich nehme Sie nicht auf den Arm:
    Neue Kleinwagen, Massen von MAN-, Mercedes- und Scania-Trucks - und Massen von Menschen, die morgens so wie wir zur Arbeit eilen!
    Bei alldem muß auch eines festgestellt werden: Afrika wäre ohne seine Frauen verloren - und das sage ich als Kerl. Besonders bei diesen findet sich bewundernswertes Engagement und erstaunlicher Unternehmergeist.
    Besteht Hoffnung für den schwarzen Kontinent?!
    Ja, ich glaube, hoffe und sehe es.
    Der Kontinent ist zweifellos erst am Anfang - aber der Anfang wird gerade hoffnungsfroh gemacht.
    Ich wünsche diesem Kontinent von Herzen, daß dieser Aufbruch gelingt. Der Wille ist vielerorts da, das Engagement auch.
    Für meine private Geldanlage habe ich jedoch auch noch keine gute Anlagemöglichkeit in Afrika gefunden; aber das kommt wohl noch. Ich bin tatsächlich prinzipiell gerne bereit, ein Teil meines privaten Geldes in Teilen Afrikas anzulegen. Warum?! Wer immer wieder vor Ort ist, sieht den Aufbruch mit eigenen Augen, an unendlich vielen Fronten.

  • Wenn den zum Wachstum verdammten gar nichts mehr einfällt, ist mal wieder Afrika an der Reihe. Die sollen gefälligst shoppen gehen. Am besten von morgens bis abends.

    Ach ja, die Rohstoffe. Die kommen natürlich der gesamten Bevölkerung zu Gute, so, wie es schon immer war. Die Menschen schuften sich für einen Dollar pro Tag zu Tode, und ein paar wenige schaffen ihre Milliarden in Steuerparadiese. Alles wird gut.

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