«Einzigartige und historische Chance verpasst»
Annan bedauert Nein der Zypern-Griechen

Mit dem Scheitern des Referendums über eine Widervereinigung Zyperns ist nach Ansicht der Uno eine einzigartige Chance verpasst worden. Er bedaure, dass der türkische Teil nun nicht in die EU aufgenommen werde, sagte UN-Generalsekretär Annan.

HB BERLIN. UN-Generalsekretär Kofi Anna hat mit Bedauern auf das Ergebnis der Abstimmung über die Wiedervereinigung Zyperns reagiert. Mit der Ablehnung des Planes durch die griechische Bevölkerung sei eine «einzigartige und historische Chance verpasst» worden, sagte der UN-Sonderbeauftragte, Alvaro de Soto, am Samstag im Namen Annans in Nikosia. Es sei bedauerlich, dass die türkischen Zyprer nun nicht die Vorzüge der EU-Mitgliedschaft genießen könnten. Zypern werde dennoch nicht darum herumkommen, seine Probleme zu lösen.

Der EU-Außen- und Sicherheitsbeauftragte Javier Solana sagte am Samstag in Brüssel, die Zyprer hätten die Gelegenheit für die Beilegung eines Problems verpasst, dass sie «seit zu vielen Jahren» mit sich herumschleppten. Zugleich begrüßte er das «mutige» Votum der Inseltürken, die ein «Fenster in die Zukunft» offen gelassen hätten. Die EU werde sich auch in Zukunft um eine Wiedervereinigung der Insel bemühen, sagte Solana.

Bei dem Referendum war der UN-Plan zur Wiedervereinigung Zyperns von den griechischen Zyprern mit überwältigender Mehrheit abgelehnt worden, im türkischen Teil der Insel hatte er dagegen eine breite Zustimmung gefunden. Damit die gesamte Insel der EU beitreten kann, hätten jedoch beide Teile mit «Ja» stimmen müssen.

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