Eklat mit Saudi-Arabien
Diplomatische Verirrungen

PremiumAußenminister Sigmar Gabriel hat mit seiner polternden Kritik an der saudischen Außenpolitik für große Verärgerung im eigenen Ministerium gesorgt. Das Auswärtige Amt bemüht sich um Schadensbegrenzung.

BerlinDass eine Sprecherin einen Minister nach heftiger Kritik verteidigt, ist Alltag im Berliner Politikbetrieb. Äußerst ungewöhnlich aber ist es, die Worte des Chefs dabei so umzuinterpretieren, dass von ihrer ursprünglichen Bedeutung kaum noch etwas übrig bleibt. Genau das ist am Montag im Außenministerium gesehen. Eine Sprecherin sagte zur Lage im Nahen Osten: „Unsere Botschaft richtet sich an die gesamte Region.“ Das war nichts anderes als der eifrige Versuch, die polterende Kritik, die Außenminister Sigmar Gabriel an der saudischen Außenpolitik geübt hatte, auf eine Linie mit den diplomatischen Erkenntnissen des Außenministeriums bringen.

 
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