EP-Präsident
Schulz sieht vor Gipfel große Differenzen

Der Präsident des EU-Parlaments Martin Schulz sieht große Differenzen vor dem Gipfel. Dabei dränge die Zeit: Man müsse nun endlich aus der Zinskrise kommen. Kommissionspräsident Barroso dämpft die Erwartungen.
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BrüsselEU-Parlamentspräsident Martin Schulz ruft kurz vor dem Brüsseler Krisengipfel auf, Italien und Spanien von deren enormen Zinszahlungen zu entlasten. Schulz traf am Mittwoch in Brüssel mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zusammen. „Wir müssen es nüchtern sehen: Es gibt große Differenzen am Vorabend des Gipfels.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich im Hinblick auf gemeinsame Anleihen der Euroländer („Eurobonds“) festgelegt. „Das muss man zur Kenntnis nehmen, weil damit auch klar ist, es wird keine Eurobonds geben, zumindest nicht in absehbarer Zeit“, meinte der SPD-Europapolitiker.

Vor dem Gipfel am Donnerstag und Freitag standen vor allem Italien und Spanien an den Finanzmärkten unter Druck. Madrid gestand ein, unter den jetzigen Bedingungen seinen Staatshaushalt nicht mehr lange finanzieren zu können.

Laut EU-Diplomaten wird hinter den Kulissen unter Hochdruck darüber beraten, wie beiden Ländern geholfen werden kann. Dabei geht es unter anderem um die Möglichkeit, den Euro-Krisenfonds EFSF Staatsanleihen aufkaufen zu lassen. Ob es dazu eine schnelle Lösung geben wird, ist aber offen. Ein Diplomat sagte: „Es sind noch 48 Stunden bis zum Mittagessen am Freitag.“ Dann werden die Staats- und Regierungschefs“ der 17 Euroländer zum Abschluss des Mammuttreffens in einer Runde zusammenkommen.

Barroso warnte ausdrücklich vor überzogenen Erwartungen an den Gipfel: „Es ist ein Fehler anzunehmen, dass man mit einem Gipfel die Märkte beruhigen kann.“ Der Portugiese fügte hinzu: „Ich erwarte vom Europäischen Gipfel, dass er eine Orientierung, eine Linie vorgibt.“ Dabei gehe vor um die künftige Integration der Eurozone. „Das wird erreicht werden, das ist auch im Interesse Deutschlands.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EP-Präsident: Schulz sieht vor Gipfel große Differenzen"

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  • Schulz muss den EU Bonzen das Wort reden. Sonst ist er seinen Job als Parlamentspräsi los und muss wieder bei den Sitzungsgeldern bescheißen. Oder die vaterlandslosen SPD-Gesellen beordern ihn wegen Befehlsverweigerung gleich zurück als Hausmeister im Willy-Brandt-Haus. Dann ist auch Schluss mit der teuren Designerbrille und es gibt wieder ein Nasenfahrrad von Fielmann.

  • "Dabei dränge die Zeit: Man müsse nun endlich aus der Zinskrise kommen.
    ...
    EU-Parlamentspräsident Martin Schulz ruft kurz vor dem Brüsseler Krisengipfel auf, Italien und Spanien von deren enormen Zinszahlungen zu entlasten."

    Es ist ja für jeden verständlich, das kein Politikdarsteller Korrelation und Kausalität auseinanderhalten kann. Aber Herr Martin Schulz braucht endlich seinen Schein zur Kompetenzbefreiung.

    Soviel Unfug kann kein normaler Mensch verzapfen.

    Herr Schulz, die Zinsen auf Staatsanleihen sind eine Folge von Angebot und Nachfrage. Ist die Nachfrage nach Staatsanleihen von Spanien hoch, wird der Zins relativ niedrig sein. Wenn jeder weis, das Spanien praktisch pleite ist, wird keiner diese Anleihen ohne hohen Zins kaufen wollen.

    Das sollte jeder ABC-Schütze verstehen können...

  • Der Schulze heißt in Wirklichkeit nur Schulz!
    Und ja, er konnte noch nie richtig denken - was vermutlich der Grund war, warum er die Schule ohne Abitur abgebrochen hat. Auch hatte er eine gewisse Neigung zu bestimmten Körpergiften, die dafür bekannt sind, dass sie das Gehirn schädigen können.

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