Erdgaslieferungen
Turkmenistan fällt Gazprom in den Rücken

Es hätte Unterhaltungswert, wenn das Thema nicht so ernst wäre: Einen Tag nach neuerlichen Drohungen des Versorgers Gazprom an die Ukraine wird der russische Konzern seinerseits unter Druck gesetzt: Turkmenistan will mehr Geld für sein Gas sehen und droht mit einem Lieferstopp.

HB ASCHGABAD. Sollte Gazprom nicht wie gefordert in den kommenden eineinhalb Monaten höheren Einkaufspreisen zustimmen, würden die Lieferungen eingestellt, hieß es am Mittwoch auf der Internet-Seite des turkmenischen Außenministeriums. Bei den jüngsten Verhandlungen habe Turkmenistan einen „normalen Preis“ von 100 Dollar je 1 000 Kubikmeter Erdgas verlangt. „Aber die russische Seite wollte 65 Dollar“, hieß es.

Aus verhandlungsnahen Kreisen erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, dass die Gespräche über einen Vertrag für die zweite Jahreshälfte zunächst unterbrochen wurden. Wann sie wieder aufgenommen werden sollten, wurde nicht bekannt. Turkmenistan ist der größte asiatische Produzent von Erdgas. Jährlich werden etwa 60 Millionen Kubikmeter produziert, von denen zwei Drittel exportiert werden, der größte Teil über den russischen Monopolisten Gazprom. Ein kleiner Teil geht an den Iran.

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