Erdogan blitzt bei Obama ab
Eine Geschichte der enttäuschten Hoffnung

PremiumAlle Versuche waren vergeblich: Präsident Erdogan wird während seiner US-Reise nicht von Obama empfangen. Er hat die hochgesteckten Erwartungen Washingtons enttäuscht. Dabei stecken die USA in einem Dilemma. Eine Analyse.

Athen/WashingtonDie türkischen Diplomaten haben sich ins Zeug gelegt, sogar Außenminister Mevlüt Cavusoglu flog diese Woche eigens nach Washington. Aber es hat alles nichts genützt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, der am Donnerstag anlässlich des Nukleargipfels in der US-Hauptstadt weilt, bekommt keinen offiziellen Gesprächstermin bei Barack Obama. Auch Erdogans Wunsch, Obama möge ihn zur Eröffnung einer mit türkischen Staatsgeldern erbauten Moschee in Maryland begleiten, wurde vom Weißen Haus abschlägig beschieden – eine herbe Enttäuschung für den Besucher aus Ankara.

Die Amerikaner verweisen auf Terminschwierigkeiten und betonen, dass es sich bei der Absage nicht um einen diplomatischen Affront handele. Während des...

 
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