Erneute Kandidatur?
Berlusconi spaltet seine Partei

Nicht jeder in der Partei für die Freiheit (PDL) ist glücklich über die Rückkehr von Silvio Berlusconi. Mehrere Spitzenkräfte plädieren dafür, den aktuellen Ministerpräsidenten Mario Monti zu unterstützen.
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RomDie Partei von Silvio Berlusconi ist offensichtlich zutiefst gespalten über eine erneute Kandidatur des mehrmaligen italienischen Regierungschefs. Bei einem Kongress der Partei für die Freiheit (PDL) in Rom traten am Sonntag mehrere Parteiführer dafür ein, vielmehr eine Kandidatur des parteilosen aktuellen Ministerpräsidenten Mario Monti zu unterstützen. Auch PDL-Generalsekretär Angelino Alfano betonte, die Wahl Montis als gemeinsamen Mitte-rechts-Kandidaten könnte verhindern, dass die Macht an die Linke falle.

Monti sei ein Sammler des gesamten Mitte-rechts-Spektrums, sagte Alfano. Es handele sich um eine "Gelegenheit, die sich nicht wiederholt". Berlusconi selbst bot in einer Botschaft an die Kongressteilnehmer erneut an, die Kandidatur an Monti abzutreten. Der frühere EU-Kommissar "teilt meine, eure und unsere Ideale", schrieb Berlusconi. Der Vorsitzende rief seine Partei auf, ihre "sterilen Konflikte" beizulegen.

Die Vorsitzende der PDL-Jugendorganisation, Giorgia Meloni, sprach sich bei einem Parallelkongress in Rom jedoch entschieden gegen eine Kandidatur sowohl Berlusconis als auch Montis aus. "Wir wollen ein anderes Mitte-Rechts. Monti teilt nicht unsere Sicht und eine erneute Kandidatur Berlusconis wäre ein Fehler", sagte Meloni. Sie hatte eigentlich vorgehabt, sich bei den parteiinternen PDL-Urwahlen um die Spitzenkandidatur zu bewerben.

Die Urwahl wurde jedoch abgesagt, nachdem Berlusconi vor einer Woche überraschend seine erneute Kandidatur ankündigte. Seine Partei liegt in Umfragen derzeit bei 15 Prozent. Berlusconi deutete in der vergangenen Woche jedoch an, auf die angekündigte Kandidatur doch noch zu verzichten. Eine Unterstützung Montis bei den Wahlen wäre insofern überraschend, da die PDL ihm jüngst im Parlament die Unterstützung entzogen und damit erst die Neuwahlen nötig gemacht hatte.

Der Technokrat Monti, der im November 2011 Berlusconi als Regierungschef abgelöst hatte, hat sich noch nicht geäußert, ob er zu den Wahl im Januar antreten wird. Monti wird im Ausland dafür gelobt, nach der Regierungszeit Berlusconis die Wirtschaft stabilisiert und das Vertrauen in die Regierung wiederhergestellt zu haben. In Italien ist er jedoch wegen seiner strengen Sparpolitik eher unbeliebt.

 


Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Komm Silvio, mach Bunga-Bunga, damit wir diese EU-Mafia endlich zu Grabe tragen können !!!!

    Es lebe ein freies, eurounabhängiges Europa der europäischen Völker, nieder mit dem Euro-Beamten-Schmarotzertum !!!!

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