Erste Festnahme
Brandanschlag auf türkische Botschaft in Den Haag

Schneller Ermittlungserfolg der niederländischen Fahnder: Nach einem Brandanschlag auf die türkische Botschaft in Den Haag hat die Polizei am Dienstag den mutmaßlichen Täter festgenommen. Ein 16 Jahre alter Einwohner von Haarlem habe nach einem Streit mit Botschaftspersonal eine Tasche mit brennbarem Material in den Eingang des Gebäudes geworfen, teilte die Justiz mit.

HB DEN HAAG. Bei dem Anschlag wurden nach Angaben der Behörden außer dem Festgenommenen noch ein Besucher und drei Mitarbeiter der Botschaft verletzt.

Worüber der Haarlemer mit den Botschaftsvertretern gestritten hatte, wurde nicht mitgeteilt. Es hieß lediglich, dass er wütend fortgelaufen und gegen Mittag mit der Tasche zurückgekehrt sei. Ein Sprengkörper sei entgegen ersten Darstellungen aus der Botschaft nicht benutzt worden, betonten Behördensprecher.

Am nahe gelegenen Hauptbahnhof der niederländischen Regierungshauptstadt wurde der mutmaßliche Attentäter kurze Zeit nach dem Anschlag gefasst. Politische oder terroristische Motive hätten keine Rolle gespielt, versicherte auch Justizminister Piet Hein Donner.

Konkrete Hinweise für eine mögliche Bedrohung der Botschaft habe es in den letzten Wochen nicht gegeben, betonte der Den Haager Bürgermeister Wim Deetman später vor Journalisten. Er reagierte damit auf Vorwürfe aus Ankara, wonach Den Haag auf Wünsche der Türkei nach besserem Schutz der Vertretung nicht reagiert habe.

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