Erste Pressekonferenz des neuen Papstes
Benedikt XVI. appelliert an Verantwortung der Medien

Tausende Journalisten sind zur ersten Pressekonferenz von Papst Benedikt XVI. gekommen. Sie stellten allerdings keine Fragen, sondern hörten dem neugewählten Kirchenoberhaupt zu; und sie applaudierten.

HB BERLIN. Der neue Papst Benedikt XVI. hat bei einem Treffen mit rund 5000 Journalisten im Vatikan an die Verantwortung der Medien appelliert. Nur wenn die Medien Verantwortung übernehmen, könnten sie einen positiven Beitrag in der Gesellschaft leisten, sagte Joseph Ratzinger.

In seiner ersten Pressekonferenz dankte er den Medien zudem für ihre Berichterstattung über den Tod seines Vorgängers Johannes Paul II. und über seine eigene Wahl. «Dank Ihnen allen sind diese historisch wichtigen kirchlichen Ereignisse in der ganzen Welt berichtet worden», sagte der vormalige Kurienkardinal.

Benedikt XVI. betonte, Johannes Paul II. sei sehr begabt darin gewesen, einen «offenen und ehrlichen» Dialog mit den Medien zu führen, wie ihn das Zweite Vatikanische Konzil in den 60er Jahren eingeleitet habe. «Ich hoffe, diesen Dialog fortführen zu können, und ich teile die Auffassung von Papst Johannes Paul II., dass die Entwicklung sozialer Kommunikation mit Bezug auf den Glauben wichtig ist.»

Der 78-Jährige machte laut den Aussagen einiger Journalisten, die dabei waren, einen frischen und gelösten Eindruck. Er hielt seine kurze Ansprache in vier Sprachen: auf Italienisch, Englisch, Französisch und Deutsch. Fragen gab es keine. Die Journalisten applaudierten anschließend anhaltend und laut.

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