EU erklärt Abkommen mit Irland für illegal
Apple wird Steuerzahler

PremiumApple soll 13 Milliarden Euro an Steuern nachzahlen. Die Konzernführung und die US-Regierung wehren sich gegen die Entscheidung der EU. Die transatlantischen Beziehungen stehen vor einer neuen Belastungsprobe.

Brüssel/London/Washington/DüsseldorfMargrethe Vestager ist eine knallharte Verhandlerin. Die EU-Wettbewerbskommissarin hat sich einen Ruf erarbeitet, die europäischen Vorschriften gegen Beihilfen und Kartelle kompromissloser durchzusetzen als die meisten ihrer Vorgänger. Auch vor Konflikten mit scheinbar übermächtigen Weltkonzernen schreckt Vestager nicht zurück.

Am Dienstag traf es Apple: Vestager verdonnerte das US-Unternehmen, in Irland 13 Milliarden Euro Steuern nachzuzahlen – ein in der Geschichte des EU-Wettbewerbsrechts beispielloser Vorgang. „Irland hat Apple illegale Steuervorteile gewährt“ und damit „einen wesentlichen Vorteil gegenüber anderen Unternehmen verschafft“, begründete Vestager ihre Milliarden-Attacke auf Apple. Im Jahr 2003 habe das kalifornische Unternehmen „effektiv nur ein Prozent Körperschaftsteuer“ auf sämtliche...

 
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