EU-Grenzagentur
Frontex kritisiert Rettungseinsätze im Mittelmeer

Durch Rettungseinsätze unmittelbar vor Libyens Küste würden vor allem die Geschäfte von Schleppern unterstützt, sagt Frontex-Direktor Fabrice Leggeri. Er plädiert dafür, solche Aktionen zu überprüfen.
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BerlinDie EU-Grenzschutzagentur Frontex hat die Rettungsmaßnahmen von Hilfsorganisationen vor Libyen kritisiert. Zwar habe jeder auf See die Pflicht, Menschen in Not zu retten, sagte Frontex-Direktor Fabrice Leggeri der Zeitung „Welt“ (Montagausgabe) einem Vorabbericht zufolge. Allerdings: „Wir müssen verhindern, dass wir die Geschäfte der kriminellen Netzwerke und Schlepper in Libyen nicht noch dadurch unterstützen, dass die Migranten immer näher an der libyschen Küste von europäischen Schiffen aufgenommen werden.“ Dies führe dazu, dass Schleuser noch mehr Migranten auf seeuntüchtige Boote zwingen. Die Rettungseinsätze vor Libyen sollten daher überprüft werden.

Leggeri sagte der Zeitung, er erwarte für dieses Jahr einen erneuen Anstieg der Flüchtlingszahlen aus Libyen. Mitte Februar hatte er dagegen erklärt, die Zahl dürfte gleich bleiben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EU-Grenzagentur: Frontex kritisiert Rettungseinsätze im Mittelmeer"

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  • „Wir müssen verhindern, dass wir die Geschäfte der kriminellen Netzwerke und Schlepper in Libyen nicht noch dadurch unterstützen, dass die Migranten immer näher an der libyschen Küste von europäischen Schiffen aufgenommen werden.“

    Dieses Thema ist schon 3 Jahre alt - wer die HBO-Kommentare las, weiß das.
    Das Problem ist, dass die Erkenntnis entscheidender Personen 3 Jahre dauert.
    Was spielt sich in den Köpfen gewisser Personen eigentlich ab? Läuft da ein Unterhaltungsfilm oder denken sie an die Pension?

  • Es ist gut das der Frontex Direktor den Mut aufbringt (Gewissen??) dass grausame Geschäft das er im Auftrag von Fr. M und Genossen betreibt zu kritisieren.

    Anstatt das man den gewünschten Einwanderern Visa erteilt mit denen sie für einige 100 € einen Flug in die Sozialhilfe buchen können haben die linken Politiker und Medien ein sehr grausames Einwanderungsverfahren ersonnen. (Ich vermute das Verfahren wurde ersonnen um emotionale Bilder und Geschichten pro Einwanderung zu generieren).

    Bei dem Verfahren reisen die Einwanderer an die Küste des Mittelmeeres, begeben sich mit Hilfe von Schlauchbooten aufs Meer. Die Überlebenden werden dann von Frontex in die Sozialhilfesysteme Europas gerettet.

    Beenden liesse sich diese Einwanderungsprozedur am einfachsten in dem die Schiffe die Geretteten in den Ausgangshäfen an Land setzen.

  • Was der Frontex-Chef hier beklagt, ist nichts anderes als eine Beschwerde wegen der Konkurrenz der Hilfsdienste,die dasselbe machen wie Frontex: illegale Migranten, die ihre "Seenot" mutwillig herbeiführen ( durch ungeeignete Boote, zuwenig Treibstoff und Überladung), retten und ca. 330 km nach Italien schaffen! Das ist mit Steuergeldern finanziertes Schleusertum! Richtig wäre es, die "Schiffbrüchigen" die wenigen Kilometer zurück an die "rettende" lybische Küste zu bringen! Damit wäre den Schleusern ihr Geschäft schlagartig beendet!

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