EU-Kommission
Kaum noch Wachstum in Griechenland

Im Winter ging die EU-Kommission noch davon aus, dass das laufende Rettungspaket für Athen erfolgreich abgeschlossen werden könne. Nun hat sie Zweifel daran. Die Wachstumsprognose wird deutlich nach unten korrigiert.
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DüsseldorfDie EU-Kommission will die Wachstumsprognose für Griechenland deutlich nach unten korrigieren. „Im Winter haben wir 2,5 Prozent Wachstum in Griechenland für dieses Jahr erwartet. Unsere Frühjahrsprognose für Griechenland wird pessimistischer ausfallen“, sagte der für die Euro-Zone zuständige Vizepräsident der EU-Kommission Valdis Dombrovskis dem Handelsblatt (Montagsausgabe).

Bei ihrer Winter-Prognose sei die Kommission noch davon ausgegangen, dass das laufende Rettungsprogramm für Griechenland erfolgreich abgeschlossen werden könne. Dies sei jetzt unsicher geworden, hieß es im Umfeld des Kommissars. Wachstumsprognosen für Griechenland seien daher jetzt mit großen Unsicherheiten behaftet.

Mit Sorge blickt Dombrovskis auf die finanzielle Lage Griechenlands. „Natürlich wissen wir, dass die Liquiditätssituation in Griechenland immer schwieriger wird“, sagte er.

Ruth Berschens leitet das Korrespondenten-Büro in Brüssel.
Ruth Berschens
Handelsblatt / Büroleiterin Brüssel

Kommentare zu " EU-Kommission: Kaum noch Wachstum in Griechenland"

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  • Wen wundert das? Mich nicht. Demnächst soll’s ja wieder mal Neuwahlen geben - dann wird das Problem vertagt, dann ist es wieder eng, dann werden Listen vorgelegt, deren dürftige Inhalte nicht umgesetzt werden, dann wird gerade das von der EU überwiesen, was nötig ist, um Griechenland bis zum nächsten Termin zu "retten" - und alles ist fern jeder Verträge, jeder Abmachung und vor allem gegen die Verfassung.

  • "Kaum noch Wachstum..."

    Das ist unsere Qualität in Politik und Medien ! Einfach nicht zu fassen !

  • Woher soll denn in einem Land, in dem mehr als jeder vierte Arbeitnehmer direkt oder indirekt für den Staat arbeitet, Wirtschaftswachstum kommen ? Trotz des überbordenden Verwaltungsapparates zeichnet sich Griechenland durch eine total ineffiziente Administration aus und verfügt nicht einmal über ein geordnetes Katasterwesen. Jede unternehmerische Initiative wird durch eine ausufernde Bürokratie und Korruption auf allen Ebenen behindert. Wer Griechenland aus eigener Anschauung kennt, wundert sich nicht, daß eine Vielzahl von Griechen gerade aus diesen Gründen ihrem eigenen Land den Rücken gekehrt haben - und dies übrigens nicht erst seit der jüngsten Krise.
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