EU-Kommission warnt vor Schwäche beim Export von Hochtechnologie
Finanzkrise bedroht Europas starke Stellung im Welthandel

Die Europäische Union steht vor einem Einbruch ihrer Exporte wegen der sich abzeichnenden globalen Rezession und droht als weltgrößte Handelsmacht gegenüber Asien weiter an Boden zu verlieren. Besonders der Export von Hochtechnologieprodukten leidet unter der asiatischen Konkurrenz.

BRÜSSEL. Die Europäische Union steht vor einem Einbruch ihrer Exporte wegen der sich abzeichnenden globalen Rezession und droht als weltgrößte Handelsmacht gegenüber Asien weiter an Boden zu verlieren. Der Chefökonom der EU-Kommission für Handelsfragen, Gaspar Frontini, warnte vor einem Rückgang der Ausfuhren bei Hochtechnologieprodukten. Die EU müsse dringend ihre Investitionen in diesem Bereich verstärken und ihren Marktanteil in den wachstumsstarken Volkswirtschaften Asiens erhöhen. Nur dann könne Europa seine Position als Exporteur technisch führender und damit hochpreisiger Produkte bewahren, sagte Frontini bei der Vorlage einer Studie zu Europas Wettbewerbsfähigkeit im Welthandel.

Die Studie der Brüsseler Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass die EU im vergangenen Jahrzehnt bei Exporten von Hochtechnologie mehr Marktanteile verloren hat als bei geringerwertigen Produkten. Dies stehe im Widerspruch zu Europas Entwicklungsniveau und sei Ausdruck seiner Leistungsschwäche. Zwar mussten die USA und Japan beim Hochtechnologieexport noch größere Einbußen hinnehmen. Doch verglichen mit dem großen Gewinner China (plus zwölf Prozent) und den Asean-Staaten schneidet die EU schlecht ab.

Stark ist die EU dagegen beim Export von Dienstleistungen. Hier betrug 2006 (neuere Zahlen gibt es nicht) ihr Marktanteil knapp 27 Prozent, die USA kommen auf knapp 20 Prozent und Japan auf sechs Prozent.

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