EU-Konjunktur
Frankreich erwartet mehr von Deutschland

Am Sonntag soll Kanzlerin Merkel den französischen Präsidenten Hollande treffen. Vorab fordert dessen Wirtschaftsminister mehr Investitionen von Berlin. Auch zum Grexit vertritt er eine klare Haltung.
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ParisDeutschland muss nach Einschätzung des französischen Wirtschaftsministers Emmanuel Macron mehr für das Wirtschaftswachstum in der Europäischen Union tun. Macron forderte am Dienstag in der Tageszeitung "Les Echos" mehr deutsche Investitionen und ein Konjunkturprogramm.

Innerhalb der Eurozone müsse es "intelligenter" gestaltete Haushaltspläne geben, Deutschland müsse eine "wahrhafte Konjunkturpolitik" betreiben und verstärkt den Willen zu europäischen Investitionen zeigen, sagte Macron am Dienstag der Internetausgabe der französischen Wirtschaftszeitung "Les Echos".

Deutschland müsse "weit mehr investieren", sagte Macron. Ebenso wie Frankreich eine "unabweisbare Verantwortung" für wirtschaftspolitische Reformen habe, habe Deutschland eine "unabweisbare Verantwortung" für Investitionen.

Frankreich leiste seinen Beitrag, fügte Macron hinzu. "Wir wollen unsere deutschen Partner überzeugen, dass Frankreich und Deutschland für den Aufschwung in Europa gemeinsam deutlich weitergehen müssen." Frankreich steht unter dem Druck seiner Partner in der Euro-Zone, die Defizit- und Schuldenregeln einzuhalten.

Macron vertrat die Ansicht, Griechenland habe seinen "Platz in der Eurozone" bei "jeder Art von Regierung" in Athen. Das griechische Volk habe die Möglichkeit, bei der Parlamentswahl am 25. Januar "souverän" über seine Vertreter abzustimmen. Diese hätten dann die Verantwortung, die internationalen Verpflichtungen des Landes einzuhalten, sagte Macron.

Bei der Parlamentswahl in Griechenland könnte die linke Syriza-Partei stärkste Kraft werden. Deren Vorsitzender Alexis Tsipras fordert eine Abkehr vom strikten Sparkurs sowie Verhandlungen über einen Schuldenschnitt mit den internationalen Gläubigern.

Macron äußerte sich wenige Tage vor dem für Sonntag geplanten Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Francois Hollande in Straßburg.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EU-Konjunktur: Frankreich erwartet mehr von Deutschland "

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  • Bei diesem Artikel fällt einem nur eines ein, die gute alte Weise:

    France plays, Germany pays.

    sie gilt noch immer. Und das ganze mit einem sozialistischen Orientierung. Armes Europa, so muss es leider weiter bergab gehen.

    Deutschland soll ja angeblich mehr Führung in EU-Europa übernehmen, heisst es immer wieder, gemeint ist dabei aber schlicht und einfach, es soll noch mehr Blankoschecks ausstellen.

  • Die "Fransen" sollen doch endlich mal kapieren, dass sie nicht die Grande Nation sind und erst recht nicht wirtschaftlich - also wie sagte es ein französischer Politiker zu "uns" .. "Schnauze halten". Selbst erst einmal den eigenen Stall ausmisten und dann vielleicht mal ganz leise etwas sagen.

  • Ja, daran sollte sich Dtl. tunlichst kein Beispiel nehmen. Aber leider kann ich in Dtl. auch seit Jahren eine immer stärke Tendenz zum Sozialismus, Staatswirtschaft, Vollkaskomentalität, Solidargemeinschaftsausnutzen erkennen.

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