Euro-Krisenländer
Kurze Deflation könne helfen

Ein paar Jahre mit fallenden Preisen seien kein Problem, meint das Deutsche Instituts für Wirtschaftsforschung. Eine vorübergehende Deflation in den Krisenstaaten könne sogar positive Auswirkungen haben.
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BerlinEine vorübergehende Deflation in den Euro-Krisenstaaten könnte nach Ansicht des DIW-Instituts positive Auswirkungen haben. „Ein bis zwei Jahre mit fallenden Preisen zum Beispiel in Griechenland ist nicht ein Problem, sondern kann zu einem gewünschten Effekt der verbesserten Wettbewerbsfähigkeit beitragen“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, am Mittwoch in Berlin. Er fügte aber hinzu: „Für die Euro-Zone als Ganzes wäre es natürlich sehr schlecht, wenn wir längere Deflation hätten.“

Die Debatte über eine Abwärtsspirale mit sinkenden Preisen auf breiter Front hat nach jüngsten Daten aus Griechenland neue Nahrung erhalten. Denn dort fielen die Verbraucherpreise im März um 0,2 Prozent zum Vorjahresmonat und damit erstmals seit 1968. In Portugal stagnierte die Jahresteuerung im März.

Mit einer Deflation im gesamten Euroraum rechnet das DIW jedoch nicht. Mittelfristig sei dieses Risiko sehr gering, sagte Fratzscher. Er erwartet 2013 eine durchschnittliche Inflationsrate von 1,8 Prozent, die im nächsten Jahr auf 2,0 Prozent steigen dürfte. Spielraum für eine weitere Zinssenkung der Europäischen Zentralbank vom ohnehin schon historischen Tief von 0,75 Prozent sieht Fratzscher kaum.

Sollte die EZB die Geldpolitik weiter lockern, dürfte es ihr weniger um die Deflation gehen, sagte der DIW-Chef, der bis vor kurzem noch für die Zentralbank gearbeitet hat. Vielmehr würde es darum gehen, den Unternehmen und Haushalten in den Krisenländern mehr Liquidität zu verschaffen. EZB-Präsident Mario Draghi hat sich zuletzt die Hintertür für eine Zinssenkung offen gelassen und bekräftigt, dass die EZB notfalls zum Handeln bereit sei.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euro-Krisenländer: Kurze Deflation könne helfen"

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  • Mit diesen Ländern wird es aufgrund deren mentalen Anomalien niemals eine wie auch immer geartete Übereinkunft geben,

    LIebe Sarina,

    ich möchte Sie bitten sich in Ihren Äusserungen doch etwas mehr zurückzuhalten, weil es schon die Grenze der Geschmacklosigkeit durchbricht, wie Sie über andere Leute reden. Es mag sein, dass da im Bankensektor und in der Politik Einiges verkehrt läuft, aber das bedeutet noch lange nicht, dass man sich deshalb auf das Niveau eines Fischweibes begeben muss und die Bevölkerung ganzer Länder oder Teile eines Kontinents als mental anomal bezeichnet.

    Eine etwas minder verhetzende Wortwahl wäre sicher angebracht. Frau kann Kritik auch sachlich üben ohne die halbe Welt direkt als debiel zu beschimpfen.

  • Deflation ist die Bereinigung des aufgeblähten Geldsystems. Diese Bereinigung ist notwendig und unausweichlich.

  • Es wird in den südlichen Krisenländer keine "kurze Deflation" geben, allein das Ansinnen aus Deutschland verstehen Griechenland, Zypern, Spanien et al. als "Aufforderung zum Tanz"! Reicht man ihnen auch nur den kleinen Finger, grapschen sie unverschämt und selbstverständlich nach dem ganzen Arm. Mit diesen Ländern wird es aufgrund deren mentalen Anomalien niemals eine wie auch immer geartete Übereinkunft geben, die länger als drei Tage eingehalten wird!

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