Euro-Zone
Tschechien nimmt Kurs auf den Euro

Tschechien will den Euro – obwohl die Vorbehalte in der Bevölkerung groß sind. Für die Regierung werde der Beitritt zur Euro-Zone die „wahre Prüfung“.
  • 0

WienDie tschechische Regierung setzt sich einen Beitritt zur Europäischen Währungsunion trotz großer Vorbehalte in der Bevölkerung zum Ziel. „Es liegt auf der Hand, dass die wahre Prüfung unserer neuen Europa-Orientierung die Frage eines Beitritts zur Euro-Zone wird“, sagte der tschechische Außenminister Lubomír Zaorálek dem Handelsblatt (Montagausgabe). „Vor diesem Hintergrund müssen wir das Vertrauen der Öffentlichkeit in dieses Projekt wiederherstellen, um es politisch auf den Weg bringen zu können. Aber wir sind entschlossen, in diesem Land den Weg zum Euro zu pflastern.“
Ein genaues Jahr für eine mögliche Euro-Einführung nannte Zaorálek nicht. Die proeuropäische Mitte-Links-Regierung unter Führung der sozialdemokratischen CSSD bemüht sich unterdessen um die Erfüllung der Bedingung für die Einführung des Euro. „Diese Regierung bemüht sich sehr ernsthaft, europäisch zu sein. Wir unternehmen eine Reihe von Schritten in diese Richtung. Wir sind in den letzten Zügen, dem Europäischen Fiskalpaket beizutreten“, sagte der tschechische Außenminister. Der tschechische Präsident Miloš Zeman hielt zuletzt einen Beitritt seines Landes zur Währungsunion bis zum Jahr 2017 möglich.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa

Kommentare zu " Euro-Zone: Tschechien nimmt Kurs auf den Euro"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%