Europawahlkampf
Arbeitgeberchef kritisiert AfD und CSU

Ingo Kramer kritisiert die euroskeptischen Töne der AfD und der CSU. Für den Arbeitgeberpräsidenten ist klar, dass die Zusammenarbeit in der EU ein wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg ist.
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BerlinArbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat die europaskeptischen Töne der Partei Alternative für Deutschland (AfD) und der CSU kritisiert. „So etwas schürt eine latent vorhandene Sorge, dass die EU uns mit ihren Aktivitäten in unserer Entwicklung hemmt“, sagte Kramer der Zeitung „Die Welt“ (Freitag). „Manche Politiker schieben beiseite, dass die Zusammenarbeit in der EU und die Existenz des Euro ganz wesentliche Faktoren für unseren wirtschaftlichen Erfolg sind.“

Mit Blick auf die Positionen von CSU-Chef Horst Seehofer zur Energiewende kritisierte der BDA-Präsident: „Er befördert die Interessen seines bayerischen Landes. Das ist eine sehr regionalpolitische Grundhaltung, die uns als Nation nicht richtig weiterbringt.“ Er habe aber „die Hoffnung, dass nach der Europawahl wieder Ruhe einkehrt und alle das Notwendige tun“, sagte Kramer.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ein kurzer Blick auf die Homepage der AfD würde genügen, um auch Herrn Kramer klar werden zu lassen, daß diese Partei alles will, nur nicht den Austritt aus der EU und auch nicht aus dem Euro. Es geht um die Korrektur von Fehlentwicklungen. Diese Korrektur wird von beratungsresistenten Politikern in der EU gegen den Willen der Bevölkerungen der Eu Mitgliedsstaaten verhindert.
    Über die CSU mag ich hier gar nicht sprechen, denn diese Partei ist Realisation des Populismus. Sofern etwas auf gegenliebe bei den Wählern stößt, drängelt sich die CSU an die Spitze und vertritt diese Meinung dann auch - nur mit der Umsetzung in reale Politik wird es dann nichts.
    Und auf die Märchen, daß ausgerechnet der Euro zum Wohlstand beiträgt, will ich hier gar nicht eingehen. Das Gegenteil findet in der EU gegenwärtig statt. Und die tollen Exporterfolge der deutschen Wirtschaft in die Euroländer sind ja auch gelogen: Entweder können sich die Importländer die Waren u Dienstleistungen gar nicht mehr leisten und die Bundesbank türmt ungeahnte target2 Salden auf, die kaum jemals vom Schuldner beglichen werden, oder aber die Importe lassen stark nach. Die deutschen Exporte verdienen real nur Geld für Deutschlands Vilkswirtschaft, wenn sie ins Währungsausland gehen. Für den einfachen Bürger bringt der Euro nur wegfallenden Devisenumtausch - toll!
    Aber gegen den Euro zu sein, heißt ja nicht, gegen die EU zu sein. Und die EU ist nicht gleich Europa. Mit diesem Gehirnwaschgeschwätz sollte man endlich einmal aufhören. Der einheitliche EU Wirtschaftsraum ist gut, Arbeitnehmerfreizügigkeit auch; der Euro muß weg - dann wäre alles bestens.

  • Genau so läuft das.

  • Der gute Herr Kramer verkennt leider, dass sich eine "glückliche Lebensführung der Menschen" eben nicht nur auf idealkooperatives, höchst effizientes Wirtschaften reduziert. Das Leben ist MEHR als nur möglichst schnell, einfach und viel Geld zu verdienen.

    KULTURELLE SELBSTERFAHRUNG heisst das Zauberwort, die die EU in ihrer zentralisitischen Uniformierung des Alltags gnadenlos zum Einheitsbrei degeneriert - und von denen Ertragsfetischisten a'la Kramer zu wenig Ahnung haben.

    Solche einseitig konditionierte Hirne sollten sich folglich mit Kritik zurück halten - an Dingen, die sie nur einseitig zu betrachten in der Lage sind.

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