Ex-IWF-Chef
Strauss-Kahn rüstet sich für den Prozess

Keine vier Wochen nach dem ihm angelasteten Sexualvergehen muss der Ex-Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, wieder vor Gericht erscheinen. Er will auf "nicht schuldig" plädieren.
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Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn steht ab morgen wieder vor Gericht. Dem 62-jährigen Franzosen soll an diesem Montagmorgen um 0930 (1530 MESZ) im Saal des New Yorker Kautionsrichters Michael Obus die Anklage vorgelesen werden. Danach steht es ihm frei, sich zu den sieben Punkten „schuldig“ oder „nicht schuldig“ zu bekennen. Strauss-Kahn wird unter anderem versuchte Vergewaltigung vorgeworfen. Ihm drohen 25 Jahre Gefängnis.

Äußerungen seiner Verteidigung lassen darauf schließen, dass der Angeklagte sogenannte „Plea Deals“ ausschlagen und auf „nicht schuldig“ pochen wird. Das käme einer Kampferklärung an die Staatsanwaltschaft gleich. Es wäre gleichzeitig das Signal, dass Strauss-Kahns Anwälte zuversichtlich sind, einen Freispruch für ihren berühmten Mandanten durchboxen zu können. Der lebt nach seiner knapp einwöchigen „Stippvisite“ auf Rikers Island, einem der berüchtigtsten Gefängnisse der USA, wieder eingeschränkt auf freiem Fuß.

Nach Hinterlegung einer Sechs-Millionen-Dollar-Kaution wurde Strauss-Kahn unter Hausarrest entlassen. Er trägt jetzt eine elektronische Fußfessel, wird von Kameras überwacht und von einem bewaffneten Sicherheitsbeamten vor der Tür an der Flucht gehindert. Seine Frau Anne Sinclair leistet ihm in dem dreistöckigen Haus mit Fitness- und Wellness-Center, Schwimmbad, Dachterrasse und Bar im Schlafzimmer Gesellschaft. Die Miete und die Überwachung kosten ein Vermögen, für das der Angeklagte beziehungsweise seine wohlhabende Frau selbst aufkommen müssen.

Wo sich die Klägerin befindet, ist nicht bekannt. Um sie und ihre junge Tochter vor der Öffentlichkeit zu schützen, lebt sie seit der Begegnung mit Strauss-Kahn am 14. Mai an einem geheimen Ort. Die Frau aus dem afrikanischen Guinea, eine Witwe und streng gläubige Muslimin, war eigenen Angaben nach von Strauss-Kahn überwältigt und zum Oralsex gezwungen worden, als sie sein Hotelzimmer saubermachen wollte. DNA-Tests bestätigen ihre Aussage, hieß es von Seiten der Polizei.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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