EZB-Präsident
Draghi verteidigt die strengen Haushaltsvorgaben

Rekord-Arbeitslosigkeit, schwächelnde Industrie und steigende Inflation. Die Euro-Zone hat an mehreren wirtschaftlichen Fronten zu tun. EZB-Präsident Mario Draghi bleibt in Bezug auf Fiskalreformen guter Dinge.
  • 4

Brüssel EZB-Präsident Mario Draghi warnt vor Risiken für Europas Wirtschaft, sieht die Entwicklung aber insgesamt positiv. Die Lage sei deutlich besser als noch im November, sagte Draghi am Donnerstagabend beim EU-Gipfel in Brüssel.

Der Notenbanker verteidigte die strengeren Haushaltsvorgaben, durch die nach Lesart mancher Volkswirte gerade südeuropäische Länder in einen Abwärtsstrudel geraten sind. Eine Mischung aus Fiskal- und Wirtschaftsreformen sowie die Kreditvergabe der Europäischen Zentralbank seien die richtige Medizin. Mit einer Rekord-Arbeitslosigkeit, schwächelnder Industrie und steigender Inflation kämpft die Euro-Zone derzeit an mehreren Fronten gegen den wirtschaftlichen Abstieg.

Nach der jüngsten Geldspritze der Zentralbank über 530 Milliarden Euro zeigte sich Draghi „einigermaßen zufrieden“. Das Ziel, dass sich kleine und mittelgroße Banken beteiligten, sei erreicht worden.

Bei dem zweiten sogenannten Tender griffen am Mittwoch 800 zumeist südeuropäische Institute zu. Für die Kredite mit einer Laufzeit von drei Jahren müssen sie einen Zins von lediglich einem Prozent zahlen. Die Frankfurter Währungshüter verabreichten dem Finanzsystem damit binnen zwei Monaten mehr als eine Billion Euro an Billig-Krediten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EZB-Präsident: Draghi verteidigt die strengen Haushaltsvorgaben "

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Der Mann hat es wirklich drauf mit der Volksverdummung.
    Erst mit der Dicken Berta eine Billion verschießen, damit die Südländer sich weiter verschulden können, auch wenn dabei die Währung wertlos wird - und am nächsten Tag von Haushaltsdisziplin reden.
    Wenn er nicht Zentralbanker wäre, hätte er Politiker werden können.

  • Ich hab ne Idee...wir setzen einen Südländer, am besten einen Italiener an die Gelddruckmaschine....also einer aus genau dem Land wo die Mentalität auf Mittagsschlaf steht und wo damals noch 6 bis 7 stellige PReise im Supermarkt an den Preisschildern zu sehen waren.....wie findet ihr die Idee? :D

    Oh zu spät, haben wir ja schon :D

  • „Die Frankfurter Währungshüter verabreichten dem Finanzsystem damit binnen zwei Monaten mehr als eine Billion Euro an Billig-Krediten„
    Die eine Billion Euro wird über die Leistungsbilanzungleichgewichte in die Kassen deutscher Großkonzerne wie VW, Mercedes, Siemens, etc., etc., Diese werden wiederum den Gewinn ins Nichteuroausland reinvestieren, was für die Konzerne gut ist, was aber für die Eurozone einer Kapitalflucht gleich kommt. Und... Wer soll das bezahlen, Wer hat das bestellt, Wer hat so viel Pinke-pinke, Wer hat so viel Geld?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%