Faule Bankkredite
Italiens neue Bad-Bank-Pläne sollen EU-Kommission überzeugen

Faule Kredite im Wert von mehr als 200 Milliarden Euro belasten italienische Banken. Der Staat will Pläne für eine Bad Bank auf den Weg bringen. Doch die EU-Kommission lehnte ab. Nun soll ein neues Modell überzeugen.

Mailand/BrüsselItalien hat bei der EU-Kommission erneut Pläne für eine Abwicklungsgesellschaft für faule Bankkredite eingereicht. „Ich hoffe, dass wir nun grünes Licht für unser Vorhaben bekommen werden“, sagte Italiens Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan am Donnerstag. Er setze auf eine baldige Lösung mit Brüssel. Dort waren Italiens bisherige Pläne für eine Bad Bank im vergangenen Jahr auf Ablehnung gestoßen, weil sie als unzulässige Staatshilfen gewertet wurden. Das neue Modell sollte ganz anders aussehen als das ursprüngliche Projekt. Die italienischen Banken ächzen unter faulen Krediten von mehr als 200 Milliarden Euro, die sich während der dreijährigen Rezession in dem Land angehäuft haben.

Die Brüsseler Behörde bestätigte den Eingang der geänderten Pläne. Auf dieser Basis sei die Kommission bereit, mit der italienischen Regierung zu diskutieren, sagte eine Sprecherin. Laut Insidern sieht der Plan vor, dass italienische Banken die Option erhalten, staatliche Garantien zu bekommen. Damit würde es den Geldhäusern leichter gemacht werden, Problemkredite abzustoßen. Sie müssten diese Garantien aber zu Marktpreisen kaufen. Diese Bedingung soll verhindern, dass die EU-Kommission erneut unerlaubte Beihilfen vermutet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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