FDP-Politiker
Italien soll Immobilien und Gold verkaufen

Ginge es nach dem FDP-Finanzexperten Schäffler, müsste Italien Staatseigentum verkaufen, um Hilfen aus dem ESM zu erhalten. Das Land besitzt noch wertvolle Immobilien und Unternehmensbeteiligungen.
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BerlinFDP-Finanzexperte Frank Schäffler hat Italien aufgefordert,  zur Bewältigung der Schuldenkrise Staatseigentum zu verkaufen: „Italien besitzt wertvollen Grundbesitz, Immobilien und Unternehmensbeteiligungen“, sagte Schäffler dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).

Italien sollte nur Gelder  aus dem dauerhaften Rettungsschirm  ESM erhalten, wenn es den Verkauf  mit Nachdruck vorantreibe.   Durch die Veräußerung seiner milliardenschweren Goldreserven könnte Italien ebenfalls die Schulden herunterfahren, sagte Schäffler.    

Der Immobilienbesitz wird vom italienischen Wirtschaftsministerium auf bis zu 370 Milliarden Euro geschätzt. Die Beteiligungen an Unternehmen belaufen sich laut Istituto Bruno Leoni insgesamt auf 100 Milliarden Euro.

Der Autor ist Ressortleiter Wirtschaft und Politik.
Thomas Sigmund
Handelsblatt / Ressortleiter Politik und Leiter des Hauptstadtbüros

Kommentare zu " FDP-Politiker: Italien soll Immobilien und Gold verkaufen"

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  • schon mal daran gedacht das das fiktive vermögenswerte sind wenn jemand auf einen schlag solche riesigen mengen an gold auf den markt schmeißt bekommt er nicht mehr so viel dafür weil er durch ein überangebot den preis einknicken lässt außerdem schon mal überlegt wenn jemand zwar weniger schulden hat aber dafür auch weniger sicherheiten das es dann trotzdem hohe zinsen bezahlen muss und ihm dazu noch einnahmequellen fehlen aus dem firmenbeteiligungen etc.
    das einzige was evtl. denkbar wäre diese goldreserven als sicherheit von den italienern zu bekommen aber sie zu verkaufen ist schwachsinn

    das ist doch populistisches gewäsch eine währungsunion mit solch unterschiedlichen ländern ist einfach nicht möglich und hat deutschland kurzfristig gestärkt aber extrem exportabhängig gemacht normalerweise sollte der außenhandel im durchschnitt immer mal wieder ausgeglichen sein was in deutschland so gut wie nie der fall ist weil einfach der wechselkursmechanismus nicht mehr durch einen steigenden währungswert den export begrenzt zurück zur währung und zu einer normalen europäischen union wäre das was frieden sichern würde der euro führt nur dazu das wir ausgeplündert werden was eher das deutsche volk sauer macht anstatt es friedlich leben zu lassen

  • Insgesamt sind das etwa 700 Mrd. Euro. Die verkauft man nicht einfach so an einem Vormittag. Es genügt ja zunächst, de beweglichen Güter - also das Gold (ca. 240 Mrd.ins neutrale Ausland zu schaffen und so zu deponieren, daß eine willkürliche Restitution des ital. Staats unmöglich würde. Mit der Übertragung von Firmen- und Grundbesitz wäre vermutlich nichts gewonnen, denn es gnügt ein Federstrich, um das wieder rückgängig zu machen.

  • Hab doch hier heute irgendwo gelesen,das Monti der
    Angie arbeitslose italienische Jugendliche aufs Auge drücken will..
    Hoffentlich,will der nicht seine gesammelten Schulschwänzer los werden..Davon produzieren wir selber alle Jahre wieder 8%..

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