Finanzkrise in Puerto Rico ungelöst
Hilfspaket verschafft nur kurz Luft zum Atmen

Neue Gnadenfrist: Puerto Rico kann dank eines US-Hilfspakets zwei Milliarden Dollar an seiner Gläubiger zahlen. Doch die Krise ist nicht vorbei.

WashingtonDer US-Senat hat einem Rettungspaket für das überschuldete Außengebiet Puerto Rico zugestimmt. Zwei Tage vor der fälligen Zahlung von zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) der Insel an ihre Gläubiger stimmten die Senatoren am Mittwoch mit 68 zu 30 für die Maßnahme, die bereits bei einer vorherigen Probeabstimmung eine Mehrheit erhalten hatte. Der Entwurf wird nun Präsident Barack Obama zur Unterschrift vorgelegt. Die US-Regierung stützt das Hilfspaket, das Repräsentantenhaus hat es bereits beschlossen.

Puerto Rico steckt seit Jahren in der Rezession und hat 70 Milliarden Dollar (rund 63 Milliarden Euro) Schulden angehäuft. Aus Geldnot hat es bereits vor Wochen fällige Anleihen nicht mehr bedient.

Mit dem Rettungsgesetz werden die Finanzen der Insel unter scharfe Kontrolle gestellt, gleichzeitig wird aber der Weg zu einer Umschuldung eröffnet. US-Finanzminister Jacob Lew beschwor auch seine demokratische Parteifreunde, den Maßnahmen zuzustimmen. Einige Demokraten lehnten das Rettungspaket ab, weil es letztlich vor allem großen Hedgefonds und Anleihebesitzern helfe. Die Unterstützer des Pakets sagen, es gelte, wirtschaftliches und humanitäres Chaos zu verhindern.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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