Finanzminister Schäuble
Tür für Großbritannien steht offen

Wolfgang Schäuble hat das Interesse der Bundesregierung, dass Großbritannien sich weiter in der EU engagiere, bekräftigt. Der Vertrag sei so ausgelegt, dass London jederzeit integriert werden könne.
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BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat sich zuversichtlich geäußert, dass Großbritannien den EU-Vertragsänderungen doch noch zustimmen könnte. „Ich hoffe, dass die Briten die offene Tür durchschreiten werden“, sagte Schäuble am Sonntag in der ARD.

Die Vertragsänderungen würden so gestaltet, dass sie jederzeit in das europäische Regelwerk überführt werden könnten, sollte Großbritannien bereit sein, diese mitzutragen. Die Entscheidung müsse aber die Regierung in London treffen. Die Bundesregierung wolle, dass Großbritannien in der EU engagiert bleibe, sagte der CDU-Politiker. Trotz des Neins zu den EU-Vertragsänderungen ist Europa nach den Worten Schäubles nicht gespalten.

Zugleich drängte Schäuble auf eine schnelle Umsetzung der Gipfelbeschlüsse. Nun müsse verloren gegangenes Vertrauen in den Finanzmärkten zurückgewonnen werden. „Und deswegen dürfen wir uns jetzt nicht zurücklehnen, sondern wir müssen das ganz schnell jetzt umsetzen.“ Die Fiskalunion werde „nicht ganz über Nacht, aber ich hoffe doch relativ schnell die Finanzmärkte in der Welt überzeugen“, sagte der Minister im ZDF.

Auf dem Krisengipfel einigten sich die EU-Staaten am Freitag darauf, bis März neben dem Vertrag von Lissabon einen neuen Pakt mit strikteren Regeln zum Schuldenabbau und engerer wirtschaftspolitischer Koordination schließen. Der Sparverpflichtung der 17 Euro-Staaten schlossen sich neun der zehn Nicht-Euro-Länder in der EU an - einzig Großbritannien weigerte sich. Anschließend wurden Forderungen nach einem Austritt des Landes aus der EU laut.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Finanzminister Schäuble: Tür für Großbritannien steht offen"

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  • Es ist erfreulich wie wir uns weiterhin sauber auf der Zielgeraden zu NEUEN WELTORDNUNG befinden. Ein Rädchen faßt ind as andere und imemr deutlicher wird, dass die Völker dieser Welt zusammenwachsen.

    Aber die Planer der Neue Weltordnung konnten einfach nicht wissen, dass man der Führunselite dieser Welt im letzten Moemnt der Hahn abdreht. Die Neue Weltordnung kommt, aber sie wird etwas anders aussehen, als der Rothschildclan es mal geplant hat.

    Sieger dieser Neuen Ordnung werden die Völer sein, deren Wohlstand sich auf Arbeit und Zuverlässigkeit begründet. Die Zeit der Abzocker ist beendet.

  • # Die Fiskalunion werde „nicht ganz über Nacht, aber ich hoffe doch relativ schnell die Finanzmärkte in der Welt überzeugen“, sagte der Minister im ZDF. #

    Die Märkte fallen doch nicht auf Schäubles Rettungshebeleien und Fiskal/Schuldenunion herein. Sie verlangen von jeder Regierung EIGENE Leistung. Sie erwarten, dass keine Schuldenhaftung mehr gilt, wie in den USA zwischen den Bundesstaaten und zur Fed.

    No Moral Hazard by Bailing out a state.

  • DAS Dokument WAR die ganze Arbeit von dem Treffen in Brüssel!Unglaublich! Der Text wurde wohl von KEINER Fachkraft verfasst,bzw. da wurde schnell was dahingeschmiert.
    Also,alles,was recht ist-aber,WAS haben diese WICHTIGEN EU-Politiker eigentlich in Brüssel ÜBERHAUPT gemacht auf Kosten der Steuerzahler!?
    Da macht man ein Gedönse um das Papier und Merkel will den Summs noch als ERFOLG für sich feiern?
    ...Da war wohl große Märchenstunde!
    So wird das nix-und:GB tat gut dran,diesen Fetzen NICHT mitzutragen.
    Denn,der Fetzen Papier ist peinlich,wenn man bedenkt,von WEM er entworfen wurde!!

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