Finanzministerium
Banken brauchen vorerst nicht mehr Kapital

Eine Aufrüstung der Geldinstitute hält Finanz-Staatssekretär Asmussen derzeit nicht für nötig. Es sei aber wichtig, für die finnische Forderung nach Sicherheiten für weitere Griechenland-Hilfen eine Lösung zu finden.
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BerlinDie europäischen Banken brauchen nach Einschätzung des Finanzministeriums wegen der Schuldenkrise vorerst kein zusätzliches Kapital. „Ich sehe keinen unmittelbaren Bedarf für eine Rekapitalisierung“, sagte Finanz-Staatssekretär Jörg Asmussen am Mittwoch dem US-Sender CNBC. „Man sollte aber vorbereitet sein“, fügte er hinzu. Deswegen habe die Euro-Zone für künftige Fälle in ihrem Rettungsschirm EFSF ein neues Instrument geschaffen. Nach den jüngsten Beschlüssen können angeschlagene Staaten mit den Hilfskrediten aus dem Fonds ihren Banken unter die Arme greifen. IWF-Chefin Chefin Christine Lagarde hat am Wochenende Alarm geschlagen und den Euro-Staaten dringend geraten, ihre Geldinstitute finanziell noch einmal aufzurüsten und damit gegen die anhaltenden Turbulenzen in der Schuldenkrise zu wappnen.

Asmussen mahnte bei den Euro-Partnern zudem eine Lösung für die finnische Forderung an, im Gegenzug für weitere Hilfen an Griechenland Sicherheiten zu erhalten. „Die Lösung muss aber für alle anderen 15 Staaten, die daran beteiligt sind, akzeptabel sein“, forderte er. Finnlands Vorstoß droht zu einer Hürde für eine zügige Umsetzung der jüngsten Gipfel-Beschlüsse zu werden. Mehrere Länder haben bereits signalisiert, dass sie dem Beispiel der Regierung in Helsinki folgen und auch für sich spezielle Zusagen zur Absicherung ihres Geldes verlangen könnten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Finanzministerium: Banken brauchen vorerst nicht mehr Kapital"

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  • Ja wenn der Asmussen das sagt, der ist sowieso ein ganz heller. Hierzu eine kleine Geschiche, man schreibt das Jahr 2006:

    Der ministerielle Aufseher der Bankenkontrolleure der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz der BaFin, SPD-Mitglied Dr. Jörg Asmussen, war praktischerweise gleichzeitig Beiratsmitglied der IKB-Bank und Mitglied im Gesellschafterbeirat der Lobbyorganisation für den Verkauf von ABS in Deutschland, der True Sale International GmbH, und erleichterte im Jahr 2006 den Kauf der ABS, indem er sein Ministerium anwies, dabei keine unnötigen Prüf-und Dokumentationspflichten entstehen zu lassen. Nach dieser Glanzleistung wurde er zum Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen befördert.

    Die IKB kaufte in der Folge massenweise Asset Backed Securities, man schob das wohl größte Verbriefungsprogramm Europas an, womit Deutschland den Großteil der US-Schrottimmobilien von rund 2 Billionen Euro übernahm. Die BaFin prüfte die IKB 2005 und fand alles großartig, und auch die Ratingagenturen gaben weiterhin grünes Licht, der Aufsichtsrat sah kein Risiko. Der amerikanische Investmentguru Jim Cramer meinte derweilen bei einem Fernsehauftritt in den USA, die deutschen Bankiers seien echte Deppen, denen könne man alles verkaufen. Als die Immobilienfonds 2007 einbrachen, sperrte die Deutsche Bank der IKB die Kredite, und in der Konsequenz brach die IKB zusammen. Der deutsche Staat rettete die IKB darauf mit 10 Mrd € und verkaufte sie dann für 150 Mio € an den amerikanischen Private Equity Fond Lonestar.

    http://sklaven-ohne-ketten.blogspot.com/2009/03/die-deutsche-ursache-der-weltweiten.html

  • Stimmt, die Lösung heißt, dass alle diese Sicherheiten einfordern sollten.

    Man merkt den Finnen doch an, dass PISA Recht hatte.

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