Flüchtlinge aus dem Osten
„Gjermani, super, super“

PremiumDas Kosovo ist noch immer das Armenhaus Europas. Viele Menschen sitzen auf gepackten Koffern, sie hoffen auf ein besseres Leben. Das Land ihrer Träume heißt: Deutschland. Aber die Chancen, bleiben zu dürfen, sind gering.

PristinaDas neue, fein herausgeputzte Autohaus an der Ausfallstraße von Pristina glitzert in der Abendsonne. An der Eingangsfassade prangt das Volkswagen-Logo wie ein Versprechen auf eine bessere Konsumwelt. Doch auf den halben Dutzend elfenbeinfarbenen Sofas in der Eingangshalle sitzt am späten Nachmittag kein einziger Kunde. „In diesem Jahr läuft das Geschäft sehr schlecht“, sagt VW- und Skoda-Händler Baki Abdullahu. „Es gibt eine große Leere in unserem Land. Die Menschen warten auf nichts mehr.“

Es ist eine typische Szene aus dem Kosovo, dem Hinterhof Europas.

Die ehemalige Teilrepublik des früheren Jugoslawiens ist seit Februar 2008 ein unabhängiger Staat. Erst nach...

 
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