Flüchtlingspakt
Ankara hält Deal mit der EU ein

Die Türkei löst den Flüchtlingspakt trotz Spannungen und gegenseitiger Drohungen nicht auf. Der griechische Flüchtlingskrisenstab teilte mit, dass die Zahl der ankommenden Migranten aus der Türkei weiterhin niedrig sei.
  • 4

AthenDie Türkei hält das Flüchtlingsabkommen mit der EU trotz der Spannungen im Verhältnis zur Union und wiederholter gegenteiliger Drohungen ein. Die Zahl der Migranten, die aus der Türkei zu den griechischen Inseln im Osten der Ägäis übersetzen, sei weiterhin niedrig, teilte der griechische Flüchtlingskrisenstab am Freitag mit. In den ersten zwanzig Apriltagen seien im Durchschnitt 41 Menschen auf den Inseln angekommen. Von Donnerstag auf Montagmorgen seien sogar nur 26 Flüchtlinge registriert worden.

Insgesamt haben vom Jahresbeginn bis zum 21. April 5078 Migranten und Flüchtlinge übergesetzt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren gut 94 000 Menschen angekommen.

Die Anzahl der ankommenden Migranten ging von April 2016 an schlagartig zurück, als die Balkanländer die Balkanroute schlossen und der EU-Türkei-Flüchtlingspakt in Kraft trat. Dieses Abkommen sieht vor, dass die Türkei die Flüchtlinge zurückhält und die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen und kein Asyl erhalten, zurückschicken kann.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Flüchtlingspakt: Ankara hält Deal mit der EU ein"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Der Deal hält bis zur Wahl im September. Dann werden die Karten neu gemischt.
    Da man an einem Waffenstillstand im mittleren Osten nicht interessiert ist und die Verbrecherbanden weiter unterstützt, wird weitere Regelungen für die Flüchtenden in Kauf nehmen müssen. Mutti hat bestimmt einen Plan.

  • Erdogan macht den Braven für die EU ? Na dann sind die Todesstrafe in der Türkei und ein paar kleine diktatorische Ausrutscher wie Wahlbetrug und Gebiets Annektionen ja geschenkt. Erdogan ist in der NATO , das ist so etwas wie bewaffnete Freimaurer.
    Irgendwie sollte man Putin einen Job im Vatikan organisieren und die russischen Zivilisten auf der Krim gegen Nato Soldaten austauschen, dann wäre für Merkel auch im Osten die Welt wieder in Ordnung.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%