François Hollande
Kampf gegen islamistischen Terror wird lange dauern

Staatspräsident Hollande hat die Franzosen auf einen langen Kampf gegen den islamistischen Terrorismus eingestimmt. Auf der Gedenkfeier eines erschossenen Polizisten fordert er Investitionen in die Polizei.
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ParisStaatspräsident François Hollande hat Frankreich auf einen langen Kampf gegen den islamistischen Terrorismus eingestimmt. „Dieser Kampf wird langwierig, anstrengend und schwierig sein“, sagte der scheidende Staatschef am Dienstag in Paris bei der nationalen Gedenkfeier für den Polizisten Xavier Jugelé.

Der 37-jährige Beamte war am vergangenen Donnerstag auf der Pariser Prachtstraße Champs-Elysées von einem mutmaßlichen Terroristen erschossen worden. Zwei weitere Ordnungshüter und eine deutsche Passantin wurden verletzt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich.

Hollande wird im kommenden Monat aus dem Amt scheiden. Er forderte diejenigen auf, „die morgen zu entscheiden haben“, ausreichende Mittel für die Einstellung von Polizisten bereitzustellen.

Der Staatschef sprach sich zudem dafür aus, in der Sicherheitspolitik ausdauernd und beständig zu sein und warnte vor Brüchen. Im Präsidentenwahlkampf spielen die Themen Sicherheit und Terrorismus eine wichtige Rolle.

Frankreich wird seit gut zwei Jahren von einer beispiellosen Terrorserie mutmaßlich islamistischer Gewalttäter erschüttert. Bei Anschlägen kamen fast 240 Menschen um. Im Land gilt weiter der Ausnahmezustand, der den Behörden bei der Terrorfahndung besondere Kompetenzen gibt. Auf den Straßen und vor öffentlichen Gebäuden patrouillieren Polzisten und Soldaten.

Hollande forderte die Franzosen auf, Polizisten und Gendarmen zu unterstützen. Seine Worte haben besondere Brisanz. Denn in den Pariser Vorstädten gab es in den vergangenen Monaten immer wieder Ausschreitungen bei Protesten gegen Polizeigewalt.

Bei der Gedenkzeremonie im Hof der Polizeipräfektur versammelten sich zahlreiche Spitzenpolitiker. Unter ihnen waren Premierminister Bernard Cazeneuve, Ex-Staatspräsident Nicolas Sarkozy und die Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron und Marine Le Pen. Die beiden Anwärter hatten sich bei der ersten Wahlrunde am vergangenen Sonntag durchgesetzt und treffen am 7. Mai in der Stichwahl aufeinander.

Xavier Jugelé habe Werte wie die Freiheit vertreten und sei von einem Terroristen ermordet worden, weil er Polizist gewesen sei, sagte Hollande. Er ernannte Jugelé posthum zum Ritter der Ehrenlegion. Auch Jugelés Lebenspartner Etienne Cardiles ergriff das Wort: „Ich leide ohne Hass“, sagte er.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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