Frauen stark beteiligt
Erste demokratische Wahlen in Afghanistan haben begonnen

In Afghanistan hat die erste demokratische Abstimmung begonnen. Als Favorit bei der Präsidentenwahl gilt der amtierende Staatschef Karsai.

HB BERLIN. Seit 4.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit wählen die Afghanen zum ersten Mal direkt ihren Präsidenten. Drei Jahre nach dem Sturz des fundamentalistischen Taliban-Regimes gilt die Wahl als Meilenstein für die Demokratisierung des Landes.

Die Taliban hatten für den Wahltag Anschläge angekündigt. Deshalb wurden etwa 100.000 Soldaten in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Von den 25 Millionen Einwohnern Afghanistans haben sich 10,6 Millionen für die Wahlen registrieren lassen. Außerdem wollen etwa 740.000 Afghanen in Flüchtlingslagern in Pakistan und rund 400.000 im Iran ihre Stimme abgeben.

Übergangs-Präsident Hamid Karsai ist der Favorit der Wahl. Mit ihm treten 15 weitere Bewerber für das Amt an. Bei seiner Stimmabgabe in einem schwer bewachten Wahllokal in Kabul sagte Karsai, es sei nicht entscheidend, wer gewinnt. «Ob ich oder ein anderer – der eigentliche Sieger wird die afghanische Nation sein», so Karsai.

41,6% der registrierten Wähler sind Frauen. Dies wird als hoffnungsvoller Schritt in Richtung Demokratie gewertet, da Frauen bisher weitgehend vom politischen Leben Afghanistans ausgeschlossen waren.

Erste Ergebnisse der Wahl soll es in einigen Tagen geben, das vorläufige Endergebnis wird vermutlich erst Ende des Monats feststehen.

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