Freihandel USA-Europa
Der Transatlantik-Rabatt

Die Chancen für echten Freihandel zwischen Europa und den USA wachsen, Merkel und Obama meinen es ernst. Davon würde nicht nur die Industrie profitieren, sondern vor allem der Verbraucher auf beiden Seiten des Atlantiks.
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DüsseldorfEs gibt nur wenige Themen bei denen sich Ökonomen wirklich einig sind. Eines davon ist der Freihandel - und seine Vorteile für die Allgemeinheit. Wenn Länder den Handel durch Zölle und Bürokratie bremsen, vernichten sie Wohlstand. Zerstören sie diese Barrieren, kommt das allen Handelspartnern zugute. Merkwürdig nur, dass die Verhandlungen über ein weltweites Handelsabkommen seit ewigen Zeiten nicht vorankommen. Aber genau das wollen die USA und die EU jetzt verändern.

Auf Drängen von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat US-Präsident Barack Obama den ersten wichtigen Schritt gemacht. In seiner Rede zur Lage der Nation kündigte er "die Aufnahme von Gesprächen über eine umfassende Handels-und Investmentpartnerschaft mit der Europäischen Union“ an. Das war der Startschuss für konkrete Verhandlungen zwischen den USA und der EU, die bereits im Juni beginnen und bis 2016 zu einem transatlantischen Freihandelsabkommen führen sollen.

Damit würde ein gigantisches Gebiet mit mehr als 800 Millionen Menschen entstehen, die bereits jetzt quer über den Atlantik Waren und Dienstleistungen im Wert von 1,9 Milliarden Euro austauschen - Tag für Tag. Ein solcher Schritt würde auch den Verhandlungen über ein weltweites Abkommen neuen Schub verleihen.

In Deutschland jubilieren vor allem die Exporteure. "Jedes bisschen Freihandel hilft", sagte der Geschäftsführer des Außenhandelsverbands BGA, Jens Nagel. Besonders der Mittelstand erspare sich einen ganzen Berg an Papierkram.

Was dabei leicht vergessen wird: Der größte Gewinner wären nicht die Unternehmen sondern die europäischen Verbraucher. „Unterm Strich profitieren von einem Freihandelsabkommen hauptsächlich die Verbraucher in Form sinkender Preise,“ sagt der Außenhandelsexperte Holger Görg vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). Es gehe um einen überschaubaren Effekt, den man auf längere Sicht aber in der Tasche merke.

Kommentare zu " Freihandel USA-Europa: Der Transatlantik-Rabatt"

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  • Gruß vom Zeitgeisterfahrer
    Es wäre den Lobbyisten und Eu-Politikern sehr zu empfehlen zu erst die Hausaufgaben ordentlich zu erledigen und dann erst in den Garten zu gehen um zu spielen!!! Sprich die dringlich anstehenden Aufgaben der Union wahr zu nehmen wie flächendeckende Steuerrichtlinien, demokratische Transparenz, kompedenz besetzte Politische Positionen usw. usw. und endlich einmal ohne zu Lügen!!!! Denn zu erst rat'en die Amis die Eu in den Keller dann kämen sie wahrscheinlich auf die glohrreiche Idee in der Trans-Atlantischen Freihandelszone auch noch ihr TKD-Spielgeld den Dollar ein zu führen. An dieser Stelle sei gefagt warum Amerika keine National- Bank besitzt und warum die Fed in Privatbesitz ist und nur vorgibt Nationalbank zu sien. Abschliesend noch ein Gedanke, wen die Kultur in den verschiedensten Regionen Jahrhunderte lang brauchten um zu wachsen und zu gedeien warum glaubt man die Inteligenz zu besitzen sie vereinen zu können?

  • Die eurasische Alternative - für eine Zusammenarbeit mit den Brick Staaten: Prof. Eberhard Hamer, Mittelstandsinstitut Hannover...

    Alternativen, Querdenker abseit der neoliberal. Monetaristen

    Bürgerbewegung Solidarität - gegen Monetarismus, gegegen Freihandel und eine zentralistische Brüsseler EU - Für ein Europa der Republiken

    http://www.bueso.de

    Aus der Schweiz

    http://www.zeit-fragen.ch

    EFTA als Alternative zur EU, siehe Archiv...

    Volksprotest - die wahren Zahlen

    http://www.volksprotest.de

    Lösungen und Alternativen siehe Forum...

    Manfred Julius Müller für Zollgrenzen, gegen eine exportfixierte Angebptspolitik

    http://www.neo-liberalismus.de

    http://www.anti-globalisierung.de



  • Alternativen, Querdenker abseit der neoliberal. Monetaristen

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    EFTA als Alternative zur EU, siehe Archiv...

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