Freihandelsabkommen
EU will Gegnern Wind aus den Segeln nehmen

Die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten sind von der Kritik am geplanten Freihandelsabkommen mit den USA alarmiert. Die EU-Staaten wollen die Kommunikation besser koordinieren und „proaktiv“ tätig werden.
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BrüsselDie anhaltende Kritik von Verbraucherschützern und Umweltverbänden am geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA alarmiert die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten. „Viele Ängste sind der Wahrnehmung geschuldet, dass die EU nicht wirklich stark genug ist, um sich mit den USA einzulassen. Wir müssen klarmachen, dass das nicht so ist“, heißt es in einem nicht öffentlichen Strategiepapier, das Vertreter der Mitgliedstaaten und der Kommission vor wenigen Tagen diskutiert haben und das dem Handelsblatt (Dienstagausgabe) vorliegt.

Mit einer koordinierten Kommunikation will die EU nun für einen erfolgreichen Abschluss des Abkommens sorgen. „Wir müssen sicherstellen, dass die Öffentlichkeit ein Verständnis davon bekommt, was TTIP wirklich ist, nämlich eine Initiative, die Wachstum und Arbeitsplätze bringt.“ Die Mitgliedstaaten sollen „proaktiv“ über TTIP reden und die Öffentlichkeit „zielgerichtet“ und „positiv“ über alle Kanäle einschließlich der sozialen Netzwerke informieren.

Mit Beginn der zweiten Verhandlungsrunde Mitte November hatten zivilgesellschaftliche Organisationen massiv gegen die geplante Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen der EU und den USA mobil gemacht. Das Abkommen stelle Interessen der Wirtschaft über das Gemeinwohl, warnen Verbraucherschützer, Umwelt- und Bürgerrechtsaktivisten.

Je weiter die Verhandlungen voranschreiten, umso größer dürfte der Druck der Gegner werden - auch vor dem Hintergrund anstehender Europawahlen im Mai 2014.

Thomas Ludwig
Thomas Ludwig
Handelsblatt / EU-Korrespondent

Kommentare zu " Freihandelsabkommen: EU will Gegnern Wind aus den Segeln nehmen"

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  • "....EU nicht wirklich stark genug ist, um sich mit den USA einzulassen. Wir müssen klarmachen, dass das nicht so ist“,.."

    IHR, EU-"Adligen", habt u.a. in der Ukraine in wenigen Zügen gezeigt, was IHR drauf habt, viel zu wenig. IHR habt ein Scherbenhaufen hinterlassen und das durch Kompetenzleere!

    Aber, nur durch Kompetenzleere/fehlender Sachverstand wird man Größenwahnsinnig !

    Macht weiter so, die EU-Gemeinschaft habt IHR bald zerrissen, das ist mir klar !

  • Die Europawahlen müssen Vieles verhindern. Die europakritischen Bewegungen brauchen massive Unterstützung. Wir Bürger wollen nicht von einem Großmonster Brüssel weiter diktiert werden. Es geht um die Freiheit, Selbstbestimmung und Demokratienähe vor Ort in den Ländern. Alles das muss gestärkt werden. Erst danach kommt die friedliche, ehrliche und vertragstreue Zusammenarbeit in Europa, ohne Verwaltungsmonster Brüssel!

  • "Ukraine: Demonstranten mit Geldversprechen geködert"

    http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/17415-Ukraine-Demonstranten-mit-Geldversprechen-gekdert.html

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