Freihandelspakt mit China
Australien weist US-Kritik zurück

China und Australien wollen ihren zwei Jahre alten bilateralen Freihandelspakt ausweiten. Die USA kritisieren die schnell wachsenden Handelsbeziehungen der beiden Länder. Canberra sieht das unproblematisch.
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Canberra Der australische Ministerpräsident Malcolm Turnbull hat Argumente zurückgewiesen, nach denen sich sein Land zwischen den Vereinigten Staaten und China entscheiden müsse. „Wir haben einen standhaften, starken Verbündeten in Washington, einen guten Freund in Washington - und einen sehr guten Freund in Peking“, sagte er Freitag vor Reportern. Sein Land werde daher nicht wählen. Bei dem Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Canberra sagte dieser, keine dritte Partei ziele auf die Kooperation der beiden Länder ab.

China und Australien vereinbarten, ihren zwei Jahre alten bilateralen Freihandelspakt auszuweiten. Die Volksrepublik erklärte sich außerdem bereit, den Import von australischem Rindfleisch nicht mehr nur auf elf Unternehmen zu deckeln. Diese verkaufen derzeit gefrorenes Fleisch im Wert von 300 Millionen (US-)Dollar (278 Millionen Euro) an Konsumenten in der aufstrebenden chinesischen Mittelklasse.

Zudem wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, nach der eine chinesische und eine neuseeländische Firma gemeinsam eine Eisenerzmine in Australien bauen werden. Der Auftrag hat einen Wert von 4,57 Milliarden Dollar (3,23 Milliarden Euro).

Zwischen China und den USA haben sich die Spannungen wegen Handelsstreitigkeiten erhöht. Zudem kritisieren die Vereinigten Staaten die schnell wachsende Handelsbeziehung zwischen Chinesen und Australiern. Sie hinterfragen unter anderem die Entscheidung Australiens, der chinesischen Firma Landbridge einen 99 Jahre währenden Leasingvertrag über den Hafen von Darwin zu gewähren. Die US-Marine trainiert in Darwin.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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