Friedensnobelpreisträgerin
Begeisterter Empfang für Suu Kyi in Thailand

Die birmesische Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ist am Samstag in Thailand von Tausenden geflüchteten Landsleuten begeistert empfangen worden. Eine Offizielle Rede wurde Kyi jedoch untersagt.
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BangkokSuu Kyi besuchte das Lager Mae La etwa 500 Kilometer nördlich von Bangkok. Dort leben etwa 50.000 Angehörige von Minderheiten wie den Karen und Kachin sowie Muslime, die aus Birma geflüchtet sind. Allerdings habe die Lagerleitung der Nobelpreisträgerin eine Rede verwehrt, berichteten Augenzeugen.

Viele Flüchtlinge leben seit 20 Jahren in dem Lager. Die Hälfte der Bewohner ist dort geboren. Insgesamt bewohnen etwa 145.000 birmanische Flüchtlinge in Lagern im thailändischen Grenzgebiet zu Birma.

Suu Kyi hatte auf der Reise bereits birmanische Gastarbeiter in Thailand besucht. Etwa zwei Millionen ihrer Landsleute arbeiten im Nachbarland.

Suu Kyi, die 15 der vergangenen 22 Jahre unter Hausarrest in Birma stand, ist auf ihrer ersten Auslandsreise seit ihrer Rückkehr nach Birma 1988. In Thailand nahm die 66 Jahre alte Politikerin in Bangkok am Weltwirtschaftsforum (WEF) teil.

Die Militärjunta ließ 2010 wählen, sorgte aber dafür, dass das Militär entscheidenden Einfluss in Parlament und Regierung behielt. Suu Kyi gewann am 1. April dieses Jahres bei Nachwahlen einen Sitz im Parlament. Ihre Partei, die Nationalliga für Demokratie (NLD), hat allerdings nur 37 von 440 Sitze im Unterhaus.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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