Friedensprozess
Griechische und türkische Zyprer verhandeln wieder

Zypern ist seit 1974 in türkische und griechische Seite geteilt. Seit Jahrzehnten schwelt ein Streit zwischen den Bevölkerungen. Jetzt kommt wieder Bewegung in die Friedensverhandlungen.
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Nikosia/BrüsselNach anderthalbjährigem Stillstand kommt neue Bewegung in die Friedensverhandlungen zwischen dem griechischen und dem türkischen Teil Zyperns. Vertreter beider Seiten vereinbarten am Dienstag, an einem neuen System zur Bildung einer Förderation zu arbeiten. Ziel der Gespräche ist die Schaffung unabhängiger Verwaltungen in beiden Landesteilen, aber einer gemeinsamen Außenvertretung. Der seit Jahrzehnten ungelöste Zypern-Streit belastet auch die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der EU. Die Vereinbarung zwischen dem Präsidenten der Republik Zypern, Nikos Anastasiades, und seinem Kollegen auf Seiten der türkischen Zyprer, Dervis Eroglu, war unter Vermittlung der Vereinten Nationen (UN) zustande gekommen. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier begrüßten die Wiederaufnahme der Verhandlungen.

Zypern ist seit 1974 geteilt. Als Reaktion auf einen von der damaligen griechischen Militärjunta unterstützten Putsch landeten damals türkische Truppen im Norden der Insel. Der 1983 dort etablierte Staat ist international nicht anerkannt. Die Republik Zypern ist Mitglied der Europäischen Union (EU) und der Eurozone.

Die Republik Zypern leidet noch immer unter den Folgen der Euro-Schuldenkrise. Unabhängig von der Vereinbarung zwischen griechischen und türkischen Zyprern bescheinigte die Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) der Republik Zypern am Dienstag Fortschritte bei ihren Reformbemühungen. Die Haushaltsziele für 2013 seien in beachtlichem Umfang erreicht worden, teilte die Troika nach der dritten Überprüfung der vereinbarten Programme mit.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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