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Früherer EZB-Präsident Duisenberg ist tot

Der ehemalige Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim Duisenberg, ist tot. Er sei leblos im Schwimmbad seiner Villa in Südfrankreich gefunden worden, berichtet die Polizei. Alle Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Die Todesursache blieb zunächst unklar.

HB ORANGE. Der französische Rundfunk berichtete unter Berufung auf Rettungskräfte, ein Sturz oder ein Schwächeanfall könnten die Todesursache sein. Duisenberg sei vermutlich bereits mehrere Stunden tot gewesen, als er gefunden wurde. Die Villa liegt etwas abseits der kleinen Ortschaft mit etwa 400 Einwohnern.

Willem Frederik Duisenberg wurde im friesischen Heerenveen geboren. Der 70 Jahre alte Niederländer stand von 1998 bis 2003 an der Spitze der Europäischen Zentralbank. Während seiner Amtszeit wurde der Euro eingeführt, was ihm den Beinamen „Mr. Euro“ einbrachte. Auch der französische Premierminister Dominique de Villepin würdigte nach der Bekanntgabe des Todes Duisenbergs dessen Verdienste um die Einführung des Euro. Der Niederländer habe sich dafür eingesetzt, den Euro zum „Motor des europäischen Aufbaus“ zu machen, sagte Villepin.

Auch Finanzminister Hans Eichel (SPD) erinnerte an Duisenbergs maßgeblichen Anteil am erfolgreichen Aufbau der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. „Ich bedaure den überraschenden Tod von Wim Duisenberg außerordentlich“, sagte Eichel. Als erster Präsident der EZB habe er hervorragende Arbeit geleistet. „Er hat in dieser Zeit mit seiner ruhigen Art die so wichtige Vertrauensgrundlage für den Euro in der Bevölkerung mit geschaffen und gefestigt“, betonte Eichel.

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