Gastbeitrag Volker Perthes
Europa bleibt Anker der deutschen Außenpolitik

PremiumIm Jahr der Bundestagswahl kommt es zu fundamentalen Veränderungen im außenpolitischen Koordinatensystem. Die USA fallen als Fixpunkt aus. Deutschland gewöhnt sich an die Führungsrolle, muss aber noch dazulernen.

Deutschland hat seit 2014 einen außen-und sicherheitspolitischen Lernprozess durchgemacht, der zeitweise einem Crashkurs in Realismus gleichkam. Beigetragen dazu haben das angespannte Verhältnis zu Russland und der Ordnungszerfall im Nahen Osten genauso wie die Erwartungen europäischer Partner an deutsche Führungsleistungen, die mit teils heftiger Kritik an der konkreten Politik Berlins einhergingen, insbesondere beim Umgang mit Fluchtbewegungen. Nicht zuletzt terroristische Bedrohungen ließen deutlich werden, dass die Grenzen zwischen Außen- und Innenpolitik zunehmend verwischen. 2017, im Jahr der Bundestagswahl, kommt dazu eine fundamentale, strukturelle Veränderung unseres außen- und sicherheitspolitischen Koordinatensystems: Wir werden uns erstmals nicht mehr auf Führung aus den USA und auf...

 
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