Gastbeitrag von Bodo Hombach
Warum die Populismuskeule nichts bringt

PremiumPolitik und Medien sollten sich weniger an den Trumps, Petrys und Le Pens abarbeiten und auf die Nöte der Menschen achten. Undifferenzierte Populismus-Schelte baut keine Brücke, sondern vertieft Gräben. Ein Gastbeitrag.

„Wer Zeitung liest und Fakten kennt, gehört schon zum Establishment.“ Das will einer im Hörsaal aufgeschnappt haben. Reim und Rhythmus suggerieren angemaßte Gültigkeit. Der Spruch ist um ein Winziges zu schön, um wahr zu sein. Worte werden nicht wahr, nur weil sie geflügelt sind.

Der Spruch blendet aus, dass auch der Zeitungsleser verblöden kann. Das passiert, wenn Medienmacher vernebeln statt aufklären, lieber politisieren als berichten und auf das „Mir nach!“ eines „Leitmediums“ in Gleichschritt fallen.

„Etablierte“ Meinungsbildner haben sich ein Lieblingswort erwählt: „postfaktisch“. Selbstverliebte „Gutmenschen“ (Achtung: böses Wort!) können damit den Graben zur „Masse“ vertiefen. Sind es doch die am...

 
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