Gastbeitrag zur Währungsunion
Deutschland muss Europa krisenfester machen

PremiumDer Euro-Zone droht das Japan-Syndrom: Niedrige Zuwächse für Produktivität und Gesamtwirtschaft engen den Handlungsspielraum der Regierungen ein. Ein Ziel ist jedoch erreichbar: die Währungsunion zu vollenden. Drei Dinge wären dafür wichtig. Ein Gastbeitrag.

Zunächst sei vorausgeschickt: Die Euro-Zone ist besser als ihr Ruf. Die Wirtschaft erholt sich, wenn auch langsam, von der „Euro“-Krise. Die Aussichten für 2017 sind gut, und die Beschäftigung nähert sich, auch im Durchschnitt des gesamten Euro-Raums, wieder den vorherigen Spitzenwerten. Die Arbeitslosigkeit ist nur deshalb in einigen Mitgliedsländern noch relativ hoch, weil Millionen neu am Arbeitsmarkt teilnehmen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist noch nicht zufrieden, weil, zugespitzt formuliert, die Preise zu stabil bleiben. Die EZB peilt eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent an. In Deutschland steigen die Preise wieder kräftiger an, aber eine Inflationsrate von circa zwei Prozent...

 
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