Gastkommentar von Clemens Fuest
Transferunion à la Macron ist eine Täuschung

PremiumDie Reformvorschläge des französischen Wirtschaftsministers für die Euro-Zone haben erheblich Defizite. Sie würden manche Länder zu neuen Schuldenexzessen einladen und laufen auf Bürgertäuschung hinaus.

Der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron fordert, die Euro-Zone in eine Transferunion mit einer mächtigen Wirtschaftsregierung in Brüssel umzubauen. Der Vorschlag hat drei Elemente.

Erstens sollen die Mitgliedstaaten mehr Geld für ein Euro-Zonen-Budget bereitstellen. Wie viel Geld, sagt Macron nicht, aber je mehr es sei, desto besser. Zweitens soll eine Wirtschaftsregierung eingesetzt werden, die Reformen durchsetzt und Transfers verteilt. Drittens soll ein Euro-Zonen-Parlament entstehen, das die Wirtschaftsregierung kontrolliert. Es soll aus den Europaparlamentariern bestehen, deren Heimatländer zur Euro-Zone gehören.

Wie soll die Transferunion funktionieren? Zum einen soll es für die derzeit hochverschuldeten Staaten einen Schuldenerlass geben. Sonst sei wirtschaftliche Erholung...

 
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%