Gastkommentar von Thomas Mayer
Ein griechisches Märchen

PremiumDie EU verschließt die Augen vor der Realität, Griechenland ist und bleibt wirtschaftlich rückständig. Wer genau hinschaut, sieht die Bruchstellen der Währungsunion – die ohne Eingriffe zu deren Scheitern führen.

DüsseldorfNun wird alles gut. Die Euro-Staaten haben sechs Monate lang mit der griechischen Regierung um weitere Hilfsgelder gefeilscht. Alexis Tsipras hat dabei atemberaubende Haken geschlagen. Und als krönenden Abschluss haben sich die europäischen Regierungschefs zu einer Marathonsitzung getroffen. Man hätte es nicht besser in einer Seifenoper inszenieren können: Griechenland und der Euro sind wieder einmal auf dramatische Weise gerettet worden.

Nun wird alles besser. Vergessen wir, dass die griechische Wirtschaft in den letzten fünf Jahren auf keinen grünen Zweig gekommen ist. Vergessen wir, dass weder das griechische Volk noch seine Regierungen wirklich je umfassende Reformen der politischen und wirtschaftlichen...

 
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