Geheimdienste
NSA registriert angeblich sämtliche US-Anrufe

Die Profi-Lauscher vom amerikanischen Abhördienst NSA haben angeblich die größte Datenbank aufgebaut, die jemals auf Erben eingerichtet worden ist: Nach einem Zeitungsbericht registrieren die Schlapphüte die Verbindungsdaten sämtlicher Telefonanrufe in den Staaten.

HB FORT MEADE. Nach einem Bericht der Zeitung USA today arbeitet die National Security Agency mit den Telefonkonzernen AT&T, Verizon und BellSouth zusammengearbeitet, die zusammen auf mehr als 200 Millionen. In die Datenbank seien Milliarden von Anruf-Daten eingespeist worden. Die Zeitung berief sich auf Informanten, die ihr Wissen über das Programm aus erster Hand hätten, ohne diese näher zu bezeichnen.

Präsident George W. Bush steht wegen des Lauschangriffs unter Druck. Ein Gesetz aus dem Jahr 1978 stellt hohe Hürden für eine nachrichtendienstliche Überwachung von US-Bürgern im Inland, die Bush nach den Anschlägen vom 11. September 2001 umgangen haben soll. Kritiker vermuten sogar einen Verfassungsverstoß hinter seinem Vorgehen. Die Regierung verteidigt das Programm mit dem Argument, es solle Verbindungen zwischen internationalen Terroristen und ihren Unterstützern in den USA aufdecken. Es sei ausschließlich auf Kontakte zwischen den USA und dem Ausland ausgerichtet.

Dabei seien dem NSA aber die im Inland geführten Telefonate nicht entgangen, berichtete „USA Today“. „Das ist die größte Datenbank, die jemals auf der ganzen Welt erstellt wurde“, zitierte das Blatt seinen Informanten. Ziel des Geheimdienstes sei es, jeden Anruf auf US-Boden zu erfassen.

Der NSA hat dem Bericht zufolge „Zugang zu Aufzeichnungen von Milliarden inländischer Anrufe“. Auch wenn von den Telefonkonzernen weder Namen noch Adressen der Anrufer weitergegeben würden, könnten die von der NSA gesammelten Nummern leicht mit anderen Datenbanken abgeglichen und diese Informationen auf diesem Wege gewonnen werden.

Unter den großen Telefonkonzernen habe sich lediglich Qwest geweigert, die Daten seiner 14 Millionen Kunden an den Geheimdienst weiterzugeben. Das Programm wurde unter NSA-Chef Michael Hayden aufgelegt, der vor wenigen Tagen von Bush zum neuen Chef des Geheimdienstes CIA ernannt worden ist. Hayden führte die NSA von 1999 bis 2005.

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