Geheimdienste
Weitere Hinweise auf iranisches Atomprogramm

Satellitenaufnahmen legen nahe, dass iranische Atomforscher offenbar ihre Spuren verwischen wollen. Die Bilder zeigen erhöhtes Verkehrsaufkommen rund um die verdächtige Anlage südwestlich von Teheran.
  • 9

WienDie Hinweise auf eine militärische Dimension des iranischen Atomprogramms verdichten sich. Anfang des Monats hatte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) Teheran in einem Bericht verdächtigt, geheime Experimente zum Bau von Nuklearwaffen durchzuführen. Jetzt haben die Geheimdienste mehrerer IAEA-Mitgliedstaaten nachgelegt.

Satellitenaufnahmen zeigten eine erhöhte Aktivität rund um eine Anlage, die Versuchen zum Bau von Atomwaffen dienen soll, sagten Gewährspersonen der Nachrichtenagentur AP. Offenbar versuche Teheran, das Gelände zu räumen und die Spuren der mutmaßlichen Experimente zu verwischen.

Die Bilder stammten vom 4. und 5. November und zeigten ein ungewöhnlich hohes Verkehrsaufkommen rund um die Anlage Parchin südwestlich der Hauptstadt Teheran, sagten Gewährsleute aus drei Mitgliedstaaten der IAEA unter Berufung auf die Geheimdienste ihrer Heimatländer. In dem Bericht vom 8. November hatte die IAEA nahe gelegt, dass iranische Wissenschaftler eine Metallkammer in Parchin für experimentelle Sprengungen im Zusammenhang mit einem militärischen Atomprogramm nutzten.

„Es wurden Lastwagen, Sattelschlepper und Kräne beobachtet“, hieß es in dem Bericht über die Satellitenbilder, der der AP vorliegt. „Ausrüstung und gefährliches Material wurde abtransportiert.“ Während eine Gewährsperson die erhöhte Aktivität als deutlichen Hinweis wertete, dass Iran die Spuren eines militärischen Atomprogramms zu verwischen versuche, erklärten seine Kollegen aus anderen IAEA-Staaten, dieser Schluss könne nicht eindeutig gezogen werden.

Die IAEA äußerte sich nicht zu den jüngsten Vorwürfen. Der iranische Vertreter bei der Organisation, Ali Asghar Soltanieh, bezeichnete den Bericht als „kindische Geschichte“ und nannte die Anschuldigungen „lächerlich“.

Seite 1:

Weitere Hinweise auf iranisches Atomprogramm

Seite 2:

Besuch von stellvertretendem IAEA-Direktor vorerst abgesagt

Kommentare zu " Geheimdienste: Weitere Hinweise auf iranisches Atomprogramm"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • wollen Sie nun behaupten der Iran bedroht die Welt ?? .. der einzige der die Welt bedroht ist die aggressive Nato/USA.

  • Jemand der die Augen aufmacht und sich nicht manipulieren lässt - sehr gut liebe Margrit.

    Schauen Sie das mal an:

    http://www.youtube.com/watch?v=S1OgwCWd5-U

  • ..die Frage ist nur, ob dies so ist. Am Krieg haben viele ein Interesse, da nimmt man es mit der Wahrheit nicht so genau. Es geht um Milliardengeschäfte, um die Rettung der Dollarstabilität (Iranische Ölbörse), um geostrategische Militärfragen. Wie schon damals im Irak - Sadam Hussein hatte letztlich auch keine Atomwaffen und doch wurden so der Angriff und die Morde der Nato begründet.

    KEIN KRIEG IM IRAN!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%