Geldgeber gesucht
Konferenz für Wiederaufbau des Gazastreifens

Der Krieg im Gazastreifen ist vorbei. Doch seine Spuren sind noch sichtbar. Auf einer Geberkonferenz in Kairo sollen jetzt die für den Wiederaufbau benötigten Milliardensummen eingeworben werden.
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KairoÄgypten und Norwegen sind Gastgeber, mindestens 50 spendenwillige Länder sind vertreten, wenn am Sonntag in Kairo die benötigten Milliardensummen für den Wiederaufbau des Gazastreifens eingeworben werden sollen. Auch 20 internationale Organisationen sitzen mit am Tisch.

Bei der zentralen politischen Veranstaltung unter dem Titel „Die Herausforderungen benennen“ werden UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und US-Chefdiplomat John Kerry sprechen. Nicht nur sie werden auf eine nachhaltige Beilegung des israelisch-palästinensischen Konflikts dringen.

Die Zerstörungen, die der dritte Krieg innerhalb von sechs Jahren zwischen Israel und extremistischen Palästinensergruppen in dem isolierten Küstengebiet hinterließ, sind gewaltig. Die in Ramallah im Westjordanland sitzende Palästinensische Autonomiebehörde hat einen 76 Seiten umfassenden Wiederaufbauplan vorgelegt, der die Gesamtkosten auf 3,15 Milliarden Euro schätzt.

Davon entfallen 47,5 Prozent auf die Wiederherstellung von Wohnraum und Infrastruktur, 30 Prozent auf Reparaturen und Wiederankurbelung im Wirtschaftssektor, 17,5 Prozent auf den sozialen Bereich inklusive Katastrophenhilfe sowie die restlichen fünf Prozent auf die Schadensbehebung im Verwaltungssektor.

Ein großer Teil der Hilfsmittel soll über internationale Organisationen eingesetzt werden, vor allem das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA). Unter günstigen und friedlichen Voraussetzungen könnten die nötigen Baumaßnahmen in rund drei Jahren abgeschlossen sein, schätzt die palästinensische Regierung.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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