Gemeinsame Kommandoaktion
Westliche Geiseln im Irak befreit

Zwei Kanadier und ein Brite, die für eine christliche Hilfsorganisation im Irak arbeiteten, sind aus der Gewalt einheimischer Entführer befreit worden. Ihren gleichsam verschleppten US-Kollegen hatten die Kidnapper vor wenigen Tagen umgebracht.

HB BADGAD. Wie die britische Botschaft im Irak am Donnerstag mitteilte, wurden die Kanadier Harmeet Sooden und Jim Looney und der Brite Norman Kember von amerikanischen und irakischen Soldaten nach fast vier Monaten Geiselhaft befreit. Nach Angaben des irakischen Polizeioberstleutnants Falah al Mohammedawi wurden die Geiseln am frühen Morgen in Mischahda, 30 Kilometer nördlich von Bagdad, befreit.

Der britische Außenminister Jack Straw sagte, der Befreiungsaktion vom Donnerstag sei eine „wochenlange, sehr sorgfältige Arbeit von militärischem Personal und auch von vielen Zivilisten“ vorangegangen“. Ein Sprecherin der britischen Botschaft sagte, die drei befreiten Helfer würden medizinisch untersucht und von Mitarbeitern der diplomatischen Vertretung versorgt. Nach den Worten Straws ist der frühere Medizin-Professor Kember in einem „vernünftigen Zustand“ und hält sich in Bagdad auf.

Die Männer gehören zu einer pazifistischen Organisation namens Christian Peacemaker Teams (CPT), die seit längerer Zeit im Irak tätig ist. Sie waren am 26. November gemeinsam mit ihrem US-Kollegen Tom Fox in Bagdad verschleppt worden. Die bis dahin unbekannte Organisation „Brigaden der Schwerter der Rechtschaffenheit“ bezichtigte sich der Entführung. Fox war vor zwei Wochen tot in der Nähe von Bagdad aufgefunden worden. Er war offenbar gefoltert worden.

Mehr als 200 Ausländer und tausende Iraker sind seit der von den USA geführten Besetzung des Iraks 2003 entführt worden. Auch zwei Deutsche befinden sich in den Händen von Geiselnehmern im Irak. Das Schicksal der zwei Männer aus Leipzig ist ungewiss. Sie waren am 24. Januar verschleppt worden.

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