George Soros
„Griechenland kann seine Schulden nie zurückzahlen“

US-Investor Soros fordert einen neuen Schuldenerlass für Griechenland, damit sich das Land erholen kann. Jeder wisse, dass das Land niemals seine Schulden zurückzahlen könne. Athen gibt sich deutlich optimistischer.
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Berlin/AthenDer US-Großinvestor George Soros fordert einen erneuten Schuldennachlass für Griechenland „Jeder weiß, dass das Land seine Schulden niemals zurückzahlen kann“, sagte Soros in einem am Montag veröffentlichten Interview mit „Spiegel Online“. Verzichteten die öffentlichen Gläubiger auf die Rückzahlung von Schulden, würden private Investoren in das Land zurückkehren. „So könnte sich Griechenland rasch erholen.“

Der Schuldenstand des rezessionsgeplagten Landes wird nach Prognose der EU-Kommission in diesem Jahr auf 175 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung steigen. Soros forderte Deutschland auf, sich für einen Schuldenschnitt starkzumachen.

„Deutschland sollte sich daran erinnern, dass es nach dem 2. Weltkrieg selbst dreimal von Schuldennachlässen und Stundungen profitiert hat, darunter auch von Griechenland. Nun aber zeigt es sich unnachgiebig“, sagte der Investor. Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Politik nicht ändere, habe sie mit ihrem Sieg bei der Bundestagswahl einen Pyrrhus-Sieg errungen: „Dann droht die Zerstörung der Europäischen Union.“

Griechenland hat sich unterdessen mit dem Haushaltsentwurf für 2014 ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Athen will einen deutlichen Überschuss von 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung (2,8 Milliarden Euro) erreichen, berichteten Informanten aus griechischen Finanzministerium am Montag.

Die Regierung geht davon aus, dass es bereits dieses Jahr einen marginalen Überschuss zwischen 300 und 400 Millionen Euro geben werde, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des Ministeriums am Montag erfuhr. Allerdings wird das Plus im Haushalt ohne Berücksichtigung der Zinsen berechnet, die das Land für seine Schulden aufbringen muss. Die Zinsen werden von den Hilfen der internationalen Geldgeber gedeckt.

Der Haushaltsentwurf soll am Montag dem Parlament vorgelegt werden. In seiner endgültigen Form soll er jedoch erst Mitte November gebilligt werden, hieß es seitens des Finanzministeriums. Die Wirtschaft soll im kommenden Jahr erstmals nach sechs Jahren Rezession um 0,6 Prozent wachsen. 2013 dürfte die Wirtschaft nach jetziger Berechnung jedoch um vier Prozent schrumpfen.

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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " George Soros: „Griechenland kann seine Schulden nie zurückzahlen“"

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  • Ich würde mich auch freuen wenn ein Herr "Rechner" hier verschwindet.

    Der Mann scheint nicht arbeiten zu müssen und müllt die Foren zu...

    Ich kommentiere den Unsinn schon länger nicht mehr...

  • "Haltet den Dieb" schrie der Bankräuber und ging unbehelligt davon. Soros und Co haben diese "Krisen" mit verursacht. Darum wissen sie so gut bescheid. :D


  • Hallo Rechner, euch beiden gebührt eine eigene HB-Meinungsseite, schieben wir Henkel und Chefredakteur gelassen beiseite. Aber bitte ohne diese monoton-stereotypen AfD/CIA/Draghimistsprüche.
    Ich kann grundsätzlich braunen "Kahlkopf-Blödscheiss" nicht auf Dauer ertragen, lese deshalb gemüllten Rechner-Mist nicht.

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